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Ein Brandherd, der lange schwelt

Kommentar Von Dominic Wimmer
18.01.2019

Was steckt hinter dem Ärger mit dem Feuerwehrreferenten in Landsberg? LT-Redakteur Dominic Wimmer blickt hinter die Kulissen.

Im Ehrenamt geht es darum, anderen Menschen (in Not) zu helfen. Doch leider „menschelt“ es bei Feuerwehr, Rotem Kreuz und anderen Organisationen oft. Menschen mit völlig unterschiedlichen Charakteren aus völlig verschiedenen Schichten und mit ganz eigenen Interessen treffen dort aufeinander. Leider vergisst der eine oder andere des Öfteren, um was es eigentlich geht: Gemeinsam bestmögliche Hilfe in Krisensituationen leisten und Mitmenschen helfen. Stattdessen werden persönliche Animositäten ausgetragen und das geschieht oft auf dem Rücken aller Ehrenamtlichen. Das wird beim Blick auf den schon lange dahinschwelenden Konflikt beim Roten Kreuz deutlich, der nun hoffentlich beigelegt ist.

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Wer die Gründe wissen will, muss ins Archiv schauen

Und bei der Feuerwehr Landsberg? Dort läuft eigentlich alles prächtig. Die Aktiven leisten in ihrer Freizeit schier Unglaubliches angesichts der Fülle an Einsätzen, zu denen Übungen, Lehrgänge und weitere Tätigkeiten dazukommen – zum Beispiel die Planungen für die neue Drehleiter oder das anstehende Vereinsjubiläum. Dass nun der ehemalige Stadtrat und frühere aktive Feuerwehrmann Michael Kemény den Feuerwehrreferenten Georg Krackhardt angreift, passt gar nicht in die Idylle.

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Es lässt sich nur schwer nachvollziehen, ob Kemény mit seiner Kritik in diesem Punkt Recht hat oder nicht. Ein Blick in den Stadtrat und seine Ausschüsse bestätigt jedoch dieses Bild: Dort fällt UBV-Mann Krackhardt meistens nur durch Abwesenheit auf. Wer die wahren Gründe wissen will, muss in die Vergangenheit schauen. Beide waren früher Fraktionskollegen in der CSU, wo vor mehr als zehn Jahren ein heftiger Machtkampf tobte. Es scheint im aktuellen Fall nicht unbedingt um die Feuerwehr zu gehen – der Brand schwelt wohl schon länger im Verborgenen...

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