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Rott

17.11.2015

Ein Dreigesang ist kein „Stiergesang“

In diesem Jahr feierten die Epfacher Tanzlmusik (35 Jahre) und jetzt auch der Rotter Dreigesang (40 Jahre) ihr Jubiläum. Beim Hoagart in Rott formierten sie sich zusammen auf einem Bild. 

Die Sängergruppe besteht seit 40 Jahren und hat dabei schon vieles Merkwürdige erlebt. Jetzt wurde gefeiert.

Der „Rotter Dreigesang“ feierte im Pfarrheim Rott mit einem Hoagarten sein 40-jähriges Bestehen. Zahlreich waren die Zuhörer und Mitwirkenden gekommen und füllten alle Plätze aus. Durch den Abend führte Max Strommer. Ulrich Hirschauer sorgte für so manchen Lacher bei Anekdoten, die sich eben bei 40 Jahren Auftritten von Hochzeiten, Geburtstags- Weihnachtsfeiern, Musikantenhoagarten und Heimatabenden sowie Hüttenabenden auf dem Pürschling und auf dem Heimweg ereigneten. Zahlreiche kirchliche Anlässe in fast allen Pfarreien der Umgebung und bis ins Tiroler Lechtal sowie auf andere Kontinente bis Amerika haben sie mit ihrem Gesang bereichert. Er erinnerte an vergessene Noten im verliehenen Auto, falsche Uhrzeiten und lange Abende. Für viele Lacher sorgte auch, dass sie bei einer Firmen-Weihnachtsfeier mit lauter Mitarbeiterinnen gar als „Rotter Stiergesang“ angekündigt worden waren. Zwei ehemalige Wirtsehepaare der Pürschling-Berghütte, Erika und Rudi Schießl sowie Barbara und Matthias Speer, waren auch zum Hoagartn gekommen.

Hirschauer resümierte über den Werdegang des Dreigesangs, der 1974 im ehemaligen Gasthaus Finster in Apfeldorfhausen beim Frühschoppen entstand. Mit einem Glas Bier in der neuen Ziach und der Folge den „babbaden Dutten“. Damals waren es Ulrich Hirschauer, Georg Strommer, Hans Eichner und Waltraud Strommer an der Zither, die den Dreigesang bildeten. Hans Eichner und Waltraud Strommer waren als Gründungsmitglieder unter den Ehrengästen. Bereits ein Jahr später bereicherten sie das Gausingen in Rottenbuch. 1976 stieß für Georg Strommer Fred Krenmayr zum Dreigesang. Ab 1986 formierte sich die heutige Besetzung mit Fred Krenmayr, Ulrich Hirschauer, Max Strommer und Harry Schürmann an der Zither.

Die Zeit der großen Reisen sei vorbei, man habe schöne Stunden erlebt und bei 35 Gausingen, sowie 40 bis 50 Hochzeiten gesungen. Heute tritt der Dreigesang im Kreisseniorenheim in Vilgertshofen und beim Seniorennachmittag auf. Als besonders schön empfand der Dreigesang das jüngste große Ereignis, das das Jubiläum zum 35-jährigen Bestehen der Epfacher Tanzlmusi in Südtirol.

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Bei dem geselligen Hoagarten in Rott waren neben den Gastgebern und der Epfacher Tanzlmusi die Lechroaner Sängerinnen, der Buchwies-Gsang und die Rotter Saitenmusik dabei. Zur Freude der Veranstalter kamen noch Überraschungsgäste wie der Böbinger Männer-Dreigsang und zu später Stunde die Geschwister Kölbl (Apfeldorfer Klarinettenmusi) zum zünftigen Aufspielen sowie Georg Bruder, der mit seiner Drehorgel zum Mitsingen ermuntertem dazu.

Mit „Ein schöner Tag“ gedachte man dabei der Musiker, die an dem Abend nicht mehr dabei sein konnten. Nach diesem bewegenden Moment gaben die Gruppen wieder der Reihe nach Musik und Gesangsdarbietungen. Die mehrmals angekündigte Pause wurde schlichtweg überhört, so groß war die Spielfreude. Die Epfacher Tanzlmusi brachte ein auf die Jubilare zugeschnittenes anekdotengespicktes rhythmisches Ständchen dar. Holladiri-hollreidio, auf’m Berg und drunt im Tal, singa dean ma überall. Gottes Segen und viel Glück – wünscht d’Epfacher Tanzlmusik“. Maria Schweiger las ein Mundartgedicht vor. Unter den Gratulanten war Pfarrer Michael Vogg, der das biblische Alter des Chors würdigte. Im Grußwort des Bürgermeisters Quirin Krötz schwang Dank dafür mit, dass der Dreigesang, Rott über die Grenzen hinaus bekannt gemacht habe. Trachtenvorstand Martin Krötz würdigte vor allem für die Gesangsbeiträge bei den Gausingen. Auch Gauvorstand Franz Multerer und Gauehrenvorstand Florian Echtler waren unter den Gästen.

Der Trachtenverein und das Pfarrheimteam bewirteten die Sänger und Musikantenfreunde beim Jubiläumsabend.

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