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Lechgau-Trachtenverband

03.03.2013

Ein Ehrenabend für Florian Echtler

Zum Gauehrenvorstand wurde Florian Echtler (zweiter von rechts) von den Lechgauvorständen Franz Multerer (links) und Anton Auer (rechts) ernannt. Blumen gab es für die Ehefrau Mathilde Echtler.
Bild: Rosi Geiger

Langjähriger Gauvorstand gewürdigt

Über 100 Gäste, erstklassige Volksmusik und schneidige Plattler – alles zu Ehren eines Mannes. „Das hat er auch verdient“, war der Tenor der vielen Gratulanten. Mit einem Ehrenabend in Steingaden-Wies würdigte der Lechgau-Trachtenverband seinen langjährigen Gauvorstand Florian Echtler und ernannte ihn zum Gauehrenvorstand.

Eine Tanzlmusik aus Peiting spielte schneidig auf, als die Gauvorstände vom Allgäuer Gau, Oberen Lechgau, Altbayerisch-Schwäbischen Gau und Huosigau sowie der Landesvorsitzende des Bayerischen Trachtenverbandes, Max Bertl, im Saal des Moserwirtes eintrafen. Auch von politischer Seite war mit Landtagsabgeordneter Renate Dodell, der stellvertretenden Landrätin von Weilheim-Schongau, Andrea Jochner-Weiß, und Landrat a.D. Erwin Filser vom Landkreis Landsberg einiges vertreten. Außerdem waren von allen 19 Trachtenvereinen im Lechgau die Vorstände anwesend.

So war es für den neuen Gauvorstand Franz Multerer wohl eine erste Bewährungsprobe, hier als Gastgeber aufzutreten. In seiner Laudatio ließ er den kompletten Werdegang von Florian Echtler aufleben, angefangen vom Jugendleiter beim Steingadener Trachtenverein, dann 17 Jahre Gaujugendleiter, daneben Vorstand im Steingadener Verein und schließlich 22 Jahre als Gauvorstand. Mit der Weihe der Gaustandarte, der Durchführung von zwei Landesverbands-Tagungen, den Feierlichkeiten zum 90-Jährigen und 100-Jährigen im Lechgau und dem Festspiel „Feuer und Flamme“ ließ Multerer einige Höhepunkte in der Amtszeit von Florian Echtler aufleben und spickte dies auch mit ein paar Anekdoten. „Einmal hat sein Stuhl gefährlich gewackelt“, erzählte der amtierende Gauvorstand von einer Vorplattlerprobe im Jahr 2000, als sich Echtler hinsetzen wollte und dabei der Stuhl zusammenbrach. Abschließend bezeichnete Multerer den Geehrten als „Galionsfigur für den Lechgau“ und ernannte Florian Echtler zum Gauehrenvorstand.

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Umrahmt vom Böbinger Männerdreigesang, einer Abordnung der Gaugruppe und einem steyrischen Trio aus Burggen war der Ehrenabend auch Gelegenheit, einige weitere ausgeschiedene Gauausschuss-Mitglieder zu ehren. Das Gauehrenzeichen in Gold erhielt Leonhard Bauer aus Peiting für seine 21-jährige Beisitzer-Funktion. Neun Jahre betreute Maria Schweiger aus Epfach das Sachgebiet Mundart, Brauchtum und Laienspiel, wofür sie das Gauehrenzeichen in Silber erhielt.

Die Lechgau-Verdienstnadel erhielt Paul Dreer aus Hohenpeißenberg für seine 15 Jahre als Beisitzer und Hans Benedikt aus Böbing wurde mit dem Gaukrügerl für drei Jahre Gauvorplattler gedankt. Außerdem wurde Anton Welz aus Steingaden geehrt, der mit zahlreichen Arbeitseinsätzen am Trachtenkulturzentrum in Holzhausen Außergewöhnliches geleistet hat.

Am Ende des geselligen und unterhaltsamen Abends ergriff Florian Echtler selbst das Wort: „Einer allein schafft gar nichts“, wollte er die Ehrung als Auszeichnung für all seine Mitstreiter verstanden wissen. Er richtete den Blick auch in die Zukunft und rief den anwesenden Vorständen zu, „die Trachtensache ist heute notwendiger denn je“. Ein Verschwinden der bäuerlichen Landwirtschaft, das Sterben von dörflichen Geschäften oder das Zentralisieren des kirchlichen Lebens beobachtete Florian Echtler mit Sorge und rief den Anwesenden deshalb zu: „Lasst Euch das traditionsreiche Dorfleben nicht nehmen.“

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