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Rück- und Ausblicke (14)

25.01.2014

Ein Fachmann in Sachen Straßenbau

Nach zwei Amtsperioden tritt Bürgermeister Konrad Welz bei der Kommunalwahl nicht mehr an.
Bild: Frauke Vangierdegom

Konrad Welz spricht über seine zwölf Jahre als Bürgermeister von Vilgertshofen und die Aufgaben, die auf seinen Nachfolger zukommen

Vilgertshofen Nur noch wenige Wochen, bis Vilgertshofens Bürgermeister Konrad Welz seinen Sessel freimacht für seinen Nachfolger, der dann der 27 Quadratkilometer großen Gemeinde mit den Ortsteilen Issing, Mundraching, Pflugdorf, Stadl und Vilgertshofen vorsteht. Zeit für einen Rückblick auf eine zwölfjährige Amtszeit und einen kurzen Blick in die Zukunft von Vilgertshofen. Das LT hat sich mit Welz unterhalten.

Der Bürgermeister erinnert sich: „Der Straßenbau hat mich die ganzen Jahre begleitet.“ Die Gemeinde habe „alle Ortsdurchfahrten erneuert und mit den Bürgern jeweils den Dorfmittelpunkt entwickelt“, berichtet Welz. Das Thema sei nach Abschluss der Kanalarbeiten die logische Konsequenz gewesen. „Manchmal denke ich, ich habe so viel gelernt, dass ich ein Ingenieurbüro aufmachen könnte“, sagt der Vermessungsbeamte, der das Amt des Bürgermeisters in Teilzeit ausübte. Das wird beim Nachfolger anders sein: Der nächste Bürgermeister von Vilgertshofen mit rund 3500 Einwohnern wird hauptamtlich in Vollzeit arbeiten.

Ein weiterer Schwerpunkt sei die Familienpolitik gewesen, betont Welz. „Wir haben in unsere Zukunft, unsere Kinder, investiert.“ In der Gemeinde gibt es heuer 80 Kindergartenkinder. Außerdem besuchen nach langer Zeit erstmals wieder so viele Kinder die erste Klasse der Grundschule, dass zwei Klassen mit je 18 Schülern gebildet werden konnten. Der Grund für diese Entwicklung seien Welz zufolge die Neubaugebiete, die viele Familien in die Gemeinde gelockt hätten.

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Nicht nur auf die junge Generation hat sich Welz in den vergangenen zwölf Jahren konzentriert. Auch die älteren Menschen seien in seiner Familien- und Seniorenpolitik nie zu kurz gekommen. „Wir waren eine der ersten Gemeinden im Landkreis, die einen Seniorenbeirat gegründet hat“, betont er. „Generationen miteinander“ sei ein Leitsatz, den sich Vilgertshofen auf die Fahnen geschrieben habe.

Ein weiteres Thema, das Welz seit Jahren begleitet, ist die Trinkwasserversorgung. „2013 ist es uns gelungen, die Schutzgebietsfestsetzung abzuschließen“, erläutert er. Derzeit werde ein Notverbund mit der Nachbargemeinde Fuchstal diskutiert.

Noch einen Schwerpunkt nennt Welz: die Energiepolitik. Hier habe er mit seinem Gemeinderat viel auf den Weg gebracht. So gibt es beim großen Supermarkt am Ortsrand von Issing (bei dessen Planung Welz auf viel Widerstand gestoßen sei) eine solarbetriebene Wegbeleuchtung. „Die Sonne schickt uns keine Rechnung“, scherzt der Bürgermeister und ist gleichzeitig sichtlich stolz, diesen innovativen Weg gegangen zu sein.

Welz will Amt nicht mit halbem Engagement weiterführen

Ganz gleich, worüber oder mit wem Konrad Welz in seiner Amtszeit verhandelt hat, eine Prämisse habe er nicht aus den Augen gelassen: „Ich habe immer versucht, mit meinem Gegenüber auf Augenhöhe zu bleiben. Am Ende jeden Gespräches konnte ich aus dem Rathaus gehen und wusste, selbst, wenn ich auf der anderen Seite gestanden hätte, würde ich mich jetzt gut fühlen.“ Dies habe zwar manchmal dazu geführt, dass Entscheidungen nicht sofort getroffen werden konnten, sei aber langfristig immer der bessere Weg gewesen.

Fairness, Offenheit und Transparenz seien für ihn immer oberstes Gebot. Er habe seine Amtszeit genossen, sich gerne für seine Heimat eingesetzt und auch die vielen Schwierigkeiten, die durch die Doppelbelastung mit Bürgermeisteramt und Arbeitsstelle entstanden seien, in Kauf genommen. „Es hat viel Kraft gekostet“, sagt Welz, „und ich kann und will dieses Amt nicht mit halbem Engagement weiter ausführen.“

Daher habe er sich entschlossen, den Chefsessel im Rathaus nach zwölf engagierten Jahren freizumachen. Seinem Nachfolger wünscht er einen Vertrauensvorschuss aus der Bevölkerung, denn: „Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.“ Auf ihn kommen Konrad Welz zufolge große Aufgaben zu: unter anderem die Weiterentwicklung der Dorferneuerung in Vilgertshofen oder die energetische Sanierung des Rathauses.

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