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Landsberg

09.02.2017

Ein Feldkreuz als sichtbares Zeichen des Glaubens

Zur Erinnerung an das 565-jährige Gründungsjubiläum der Bauernbruderschaft versammelten sich Mitglieder an dem restaurierten und von Stadtpfarrer Michael Zeitler gesegneten Feldkreuz am Campingplatz. 
Bild: Ludwig Herold

Die Bauernbruderschaft wird jetzt von einer Frau geführt.

Die Bauernbruderschaft Landsberg, die heuer ihr 565-jähriges Bestehen feiern kann, wird im Jubiläumsjahr von Luise Schmid als Vorsitzende geführt. Nachdem sie auf dem Jahrtag von den Mitgliedern offiziell in diesem Amt bestätigt wurde, wählte die Versammlung einstimmig Dr. Gerhard Strobl zum Zweiten Vorsitzenden.

Bis zum Jahrtag zeichnete Karl Matheis als Vorsitzender für die Dienstgeschäfte verantwortlich. Er vollzog deshalb auch die Tagesordnung mit Tätigkeits- und Kassenbericht, Vorschlag für die Verwendung der Spendengelder und Neuwahlen. Auf einhelligen Vorschlag der Versammlung wird die Bauernbruderschaft dem Hospiz- und Palliativverein Landsberg 1500 Euro spenden.

Zudem stimmte die Versammlung dem Vorschlag zu, sich an den Kosten für die Restaurierung ausgewählter Projekte im Alten Friedhof zu beteiligen.

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Der Versammlung vorausgegangen war ein Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahr. Stadtpfarrer Michael Zeitler, der die Heilige Messe im Gedenken an die verstorbenen Mitglieder der Bruderschaft am geschmückten Bruderschaftsaltar zelebrierte, wies nach seiner Predigt auf den nachfolgenden „kleinen Ausflug zum Feldkreuz am Campingplatz“ hin.

Denn anstelle des morschen und teilweise bereits verfaulten Holzkreuzes hatten Bruderschaftsmitglieder für ein neues, stattliches christliches Glaubenssymbol aus massivem Eichenholz gesorgt. Für Zeitler auch Anlass, bei der bevorstehenden Segnung über die Bedeutung der Feld- und Flurkreuze nachzudenken. „Zum Beispiel Kreuze, die an den Orten aufgestellt wurden, an denen es Unfälle oder Verbrechen gab.“

Andere Flurkreuze seien als Schutz vor Unwetter errichtet worden, auch als Wegmarken. „Doch unsere Feldkreuze stehen für noch mehr: Sie sind ein wichtiges, deutliches und bis heute sichtbares Zeichen unseres Glaubens“, sagte der Stadtpfarrer. Das A und O sei allerdings, dass dieser Glauben auch gelebt werde, indem die religiösen Symbole Teil des Alltags bleiben. „Dann hat die Pflege dieser schönen Tradition auch weiterhin ihren Sinn und ihre Berechtigung.“

Am Ende des Jahrtags berichtete Bruderschaftsmitglied Anton Lichtenstern über die Bedeutung des historischen Dorfes Pössing. So sei in der Nähe des restaurierten Feldkreuzes bis 1804 eine „uralte Kirche“ gestanden, wie er sagte.

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