1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Ein Feuerwehrhaus, nicht zu groß und nicht zu klein

Geltendorf

05.08.2017

Ein Feuerwehrhaus, nicht zu groß und nicht zu klein

Copy%20of%20smi150.tif
3 Bilder
Zimmerermeister Andreas Paul, hier mit Bürgermeister Wilhelm Lehmann (links) und Architekt Robert Wagner auf dem Gebäude, sprach beim Hebauf des Geltendorfer Feuerwehrhauses den Richtspruch.
Bild: Stephanie Millonig

Zimmerer Andreas Paul spricht passenden Richtspruch zum Hebauf. Und das Gebäude bleibt im Rahmen des Budgets, bis auf die allgemeine Baukostensteigerung.

„Ein Feuerwehrhaus, nicht zu groß und nicht zu klein, nicht zu arm und nicht zu fein, passgenau in der Form und Gestalt, wohl gelungen, ein Kunstwerk halt.“ Zimmerermeister Andreas Paul aus Mauerstetten fasste ihn seinem Richtspruch kurz und bündig zusammen, wie es jetzt ums Geltendorfer Feuerwehrhaus bestellt ist: Sowohl der Bauherr Gemeinde, als auch die Feuerwehr und der Architekt sind zufrieden, so die Stimmen beim Hebauf. Dem Bau des Gerätehauses waren jahrelange Kontroversen um Größe und Kosten vorausgegangen.

Doch davon war am Freitagnachmittag nichts mehr zu spüren. Bürgermeister Wilhelm Lehmann dankte den beteiligten Firmen und Architekt Robert Wagner sowie dem Gemeinderat für die Zusammenarbeit. Er hob das Engagement von Geschäftsstellenleiter Florian Hänle, der sich abends mit der Feuerwehr zusammengesetzt habe, und Bauamtschef Stefan Bruggmoser hervor. Und er lobte die Feuerwehr, die sich mit einem eigenen Arbeitskreis an den neuen Planungen beteiligt habe. Wegen des Termins in den Ferien und der Getreideernte in der Landwirtschaft hatten einige Beteiligte nicht teilnehmen können.

Vier Gassen hat nun das neue Feuerwehrhaus. Im Norden im Parterre sind die Funkzentrale und das Kommandantenbüro, sowie die Sanitärräume zu finden. Im ersten Stock gibt es einen Schulungsraum mit Verbindung zum Bereitschaftsraum und es sind hier Bereiche für Technik und Lager sowie ein Jugendraum untergebracht. In der Fahrzeughalle und den Werkstätten lässt sich schon die Optik erkennen: Hier dominiert Sichtbeton. Das Gebäude wurde laut Architekt Wagner weitestgehend aus Stahlbetonfertigteilen gebaut. Die Optik außen wird erst ab Ende September zu sehen sein: Dann wird laut Wagner die Metallfassade, kupferfarbenes Aluminium, im Bereich der Wache angebracht sein.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Wird die Summe von 2,75 Millionen Euro aus der Kostenberechnung eingehalten? Wagner und Hänle sind optimistisch, schränken aber ein, dass es bundesweit seit 2015 zu einer Baukostenmehrung von 4,2 Prozent gekommen sei. Beide gehen aber davon aus, dass man unter diesem Anstieg bleiben wird. Der Boom in der Baubranche hat aber zu Zeitverzögerungen geführt. Wagner geht davon aus, dass das Gebäude Ende November bezugsfertig ist. Mit 4700 Kubikmeter Volumen hat der jetzige Bau 58 Prozent der ursprünglichen Planung von 2011.

Wie fühlt sich dies für die Feuerwehr an? „Nachdem man jetzt ins Gebäude reingehen kann, sieht man die richtige Größe“, sagt Zweiter Kommandant Andreas Höpfl junior. Die Mannschaft stehe hinter der neuen Planung, sie sei ausreichend auch für die Zukunft. Die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr sei sehr vertrauensvoll gewesen, bemerkte dazu auch Planer Wagmer. Er hatte das Gefühl, dass die Brandschützer den Entwurf von Anfang an mitgetragen haben. Ursprünglich war eine fünfte Fahrgasse für ein vom Landkreis gestelltes Fahrzeug vorgesehen gewesen. Und die Möglichkeit ist für Höpfl auch noch nicht verbaut. „Man kann ja erweitern, da muss der Landkreis mit der Gemeinde reden.“

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren