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Fußball Relegation

25.05.2017

Ein Glückstor, das Gold wert sein kann

Im Vordergrund die Mittellinie – ganz weit weg das Tor. Und trotzdem erzielte Joas Meichelböck (Nummer 26, links Bastian Gilg) aus dieser Position den so wichtigen 2:2-Ausgleich für den TSV. Da war Co-Trainer Arek Wochnik (rechts) schneller beim Torschützen als die meisten anderen Spieler.
Bild: Walter Brugger

Jonas Meichelböck erzielt in Augsburg den kuriosen Treffer zum 2:2. Damit hat der TSV Landsberg eine gute Ausgangssituation für das Rückspiel gegen Türkspor .

Ein Glücksschuss in der 88. Minute von Jonas Meichelböck beschert dem TSV Landsberg eine gute Ausgangsposition für das Relegations-Rückspiel gegen Türkspor Augsburg. Dank des Treffers von Meichelböck – und der Mithilfe des Türkspor-Keepers – endete die Partie in Augsburg mit 2:2. Den Landsbergern würde am Samstag ab 16 Uhr im 3C-Sportpark bereits ein 0:0 oder 1:1 genügen, um in die entscheidenden Spiele gegen Wolfratshausen einzuziehen.

Glücklich war das Unentschieden, das räumte auch Landsbergs Trainer Uwe Zenkner, der am Mittwoch Geburtstag feierte, nach der Partie ein. Und er gratulierte Türkspor zu einem sehr guten Spiel. Tatsächlich waren die Gastgeber von der Spielanlage den Landsbergern überlegen. Einzig in der ersten Viertelstunde hatte man beim TSV den Eindruck, dass man nun den Hebel umgelegt hatte: Zielstrebig wurde nach vorne gespielt, und aus dem Anstoß wurde bereits die erste Torchance entwickelt. Nach zehn Minuten war es Sebastian Bonfert, der einen Kopfball freistehend neben den Pfosten setzte. Wenige Minuten später verpassten Manuel Detmar und Bonfert eine gute Flanke von Philipp Siegwart. Jetzt wurden auch die Angriffe der Gastgeber gefährlicher. In der 24. wollten die Landsberger den Ball wieder einmal hinten rausspielen, anstatt ihn einfach nach vorne zu schlagen. Das ging schief, und Türkspor erhielt einen Freistoß, der ging zu Ante Pavlicevic, und dieser köpfte zum 1:0 für die Gastgeber ein.

Nur fünf Minuten später eine ähnliche Szene in der Hälfte von Türkspor: Diesmal gab es Freistoß für Landsberg, und irgendwie kam der Ball dann zu Sebastian Nichelmann, der zum Ausgleich versenkte. Wirklich zurück kamen die Landsberger trotzdem nicht. Der Wille, dieses Spiel zu gewinnen, war zu sehen, aber es wurden immer wieder die falschen Entscheidungen getroffen und Türkspor erarbeitete sich ein Übergewicht. Gerade, als man hoffen konnte, dass es mit dem Unentschieden in die Pause gehen würde, griff Türkspor erneut über rechts an, die Flanke kam zu Jérôme Fayé und dieser versenkte eiskalt zum 2:1.

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In der zweiten Hälfte schien es nur eine Frage der Zeit, wann Türkspor das dritte Tor erzielen würde: Zahlreiche gute Chancen wurden von den Gastgebern jedoch liegengelassen. Trotzdem hatte man nicht das Gefühl, das könnte sich noch rächen, denn die Landsberger blieben mit ihren Offensivbemühungen meist schon weit vor dem gegnerischen Strafraum hängen.

Und so fiel der Ausgleich auch sehr, sehr glücklich. Jonas Meichelböck trat in der 88. Minute einen Freistoß knapp hinter der Mittellinie. Der Ball wurde lang und länger, flog über das Spielerknäuel im Strafraum, prallte noch ein Mal auf dem Boden auf und flog am verdutzten Türkspor-Keeper vorbei ins Netz: 2:2. Drei Minuten ließ der sehr gute Schiedsrichter nachspielen, doch auch diese brachten die Landsberger über die Zeit.

Damit haben die Landsberger für Samstag dank der beiden Auswärtstore relativ gute Karten. Außerdem baut Trainer Uwe Zenkner auf den Heimvorteil: Das wiederum bedeutet für die Landsberger Fans, sich etwas einfallen zu lassen, denn in Augsburg sorgten die Türkspor-Anhänger mit Trommeln und Sprechgesängen für eine beeindruckende Atmosphäre.

Landsberg: Heiland, Gilg (89. Buschel), Nichelmann, Beinhofer, Hennebach, Meichelböck, Bonfert (58. Knechtel), Storhas, Fülla, Detmar (54. Neuhaus), Siegwart

Türkspor Augsburg: Kücükkaya, Salifou, Keles, Pavlicevic, Jassem, Wurm, Robinson, Dönmez, Fayé, Kiral (70. Inan), Hiemer

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