1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Ein Leuchtturm für Kaufering

Kreis Landsberg

26.06.2015

Ein Leuchtturm für Kaufering

Ludwig Pertl (links) erhält von Professor Jörg Ewald den Preis Leuchtturm für Energiewende und Biodiversität. 

Forstleiter Ludwig Pertl kümmert sich mit seinen Mitstreitern schon lange um Nachhaltigkeit und Biodiversität. Jetzt ist das Projekt mit einem Preis ausgezeichnet worden.

Mit einer Informationsveranstaltung endete im voll besetzten Leonhardisaal Kaufering die Projektwoche der Hochschule Weihenstephan, die seit 2009 alljährlich in den Kauferinger Pappelplantagen und Wäldern durchgeführt wird. Thema der Woche ist die „Sicherung der Lebensqualität bis 2050 und notwendige Anpassung mit den Kräften der Natur“. Den Höhepunkt des Abends markierte dabei die Preisverleihung des vom Bundesamt für Naturschutz ausgeschriebenen bundesweiten Wettbewerbs „Leuchtturm für Energiewende und Biodiversität“. Da Forstleiter Ludwig Pertl zusammen mit den Kollegen Andreas Brem und Erwin Schmid sowie der Waldbauernvereinigung und neun Gemeinden des Landkreises an diesem Bundeswettbewerb teilgenommen hatte und von der Jury als einer der vier Preisträger gekürt wurde, überreichte Professor Jörg Ewald – begleitet vom Beifall der Gäste – an Ludwig Pertl die „Leuchtturm-Trophäe“. In seiner Laudatio erinnerte Ewald die Anwesenden an das breit gefächerte Engagement des „Wegbereiters“ Pertl. Denn die von ihm präsentierte „Vielfalt der Lösungen“ habe, so Professor Ewald, „auch das Kuratorium überzeugt“. Nach der Ehrung des Schrittmachers Pertl dankte Ewald auch den neun Bürgermeistern für ihre kommunale Unterstützung des „Leuchtturmprojektes“ und überreichte jedem von ihnen als symbolische Anerkennung einen Bioenergiewürfel aus Pappelholz.

In seinem Vortrag hatte Pertl bereits zum Auftakt der Veranstaltung auf die Bedeutung des Forschungsprojektes „Energiewende und Biodiversität“ hingewiesen. Auf seine Frage „Warum ist eine nachhaltige Anpassung mit den Kräften der Natur notwendig und welche Ziele sollten bis 2050 erreicht werden?“ stellte er den zahlreichen Gästen aus der Kommunalpolitik, Forstverwaltung, Landwirtschaft und der Hochschule Weihenstephan das Kauferinger Konzept vor.

Ausgehend von den drängenden Problemen, die zur weitreichenden Veränderung des Ökosystems geführt haben, listete er auch die Chancen durch eine „Anpassungsstrategie“ auf. Dabei nannte er als „zielführenden Weg“ den Waldumbau zu Dauerwäldern sowie die Bodenverbesserung und Bodenmehrung, aber auch die Energieversorgung aus der Region. Wörtlich nannte er das Kauferinger Konzept als wichtigen Wegweiser. Dazu sein Hinweis: „Wir versuchen zu tun, was wir wissen. Denn was wir benötigen, sind Entscheidungen, die nicht kurzfristig höchste Rendite, sondern langfristig höchsten Nutzen zur Folge haben.“

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Nach diesen Ausführungen präsentierten die elf Hochschul-Studenten der Reihe nach anhand von Bildern, schriftlichen Ermittlungen und gemessenen Daten die Ergebnisse aus der Projektwoche 2015. Das Fazit ihres Moderators: „Hier geht es nicht nur um Holzmassen, sondern auch um die Böden und Klimaleistungen.“

Der Kauferinger Bürgermeister Erich Püttner hatte den Gästen bereits in seiner Begrüßung versichert: „Durch diese Projektwochen haben wir in den vergangenen Jahren sehr gute Ergebnisse erhalten“, sodass er hoffe, „dass dieses Kauferinger Forschungsprojekt von der Hochschule Weihenstephan weitergeführt werde. Püttner weiter: „Ludwig Pertl ist in Sachen Energiewende und Waldbiodiversität ein Rufer in der Wüste.“

Wie Professor Ewald am Schluss der Veranstaltung bekannt gab, findet die offizielle Preisverleihung am 10. und 11. November 2015 an der Hochschule Weihenstephan statt.

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
_JOR3232.JPG
Landsberg

Das Landsberger Jugendamt zieht um

WhatsappPromo.jpg

Alle News per WhatsApp

Die wichtigsten Nachrichten aus Augsburg, Schwaben
und Bayern ganz unkompliziert auf Ihr Smartphone.

Hier kostenlos anmelden