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Vilgertshofen

29.01.2019

Ein Lückenschluss für Radler am südlichen Lechrain

Zwischen Pflugdorf und Issing soll ein asphaltierter Radweg entstehen.
Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Eigentlich sollte ein 500 Meter langer Radweg zwischen Pflugdorf und Issing nur einen Schotterbelag bekommen. Warum er jetzt doch für 65.000 Euro asphaltiert wird.

Radfahren wird immer beliebter. Das weiß auch Rainer Mahl, der Leiter des Sachgebiets Kreisentwicklung und Wirtschaftsförderung im Landratsamt. Um seinem Ziel, die Qualität der bestehenden Radwege zu verbessern und das Radwegenetz auszubauen, näherzukommen, nutzte er die Gelegenheit im Vilgertshofener Gemeinderat dafür zu werben. Denn die Gemeinde will im Birnentheileweg eine Radweg-Lücke zwischen Pflugdorf und Issing schließen. Dazu sollte ein Feldweg auf einer Länge von 500 Metern mit Juraschotter belegt werden. In einer früheren Sitzung hatte sich der Gemeinderat noch gegen eine Asphaltierung ausgesprochen. Jetzt hat er sich umentschieden.

Um Schotterwege machen Radfahrer bei schlechtem Wetter einen Bogen

In der jüngsten Sitzung legte Bürgermeister Albert Thurner dem Gremium ein Angebot für die Sanierung des Wegs in Höhe von rund 36.500 Euro vor. Rainer Mahl plädierte für den Ausbau des Wegs mit einer Asphaltdecke. Die Erfahrung an anderer Stelle in dem rund 570 Kilometer langen Radwegenetz im Landkreis habe nämlich gezeigt, dass ein asphaltierter Radweg insbesondere bei Alltagsradlern auf wesentlich mehr Akzeptanz stoße als ein Weg mit Schotterbelag. „Vor allem bei schlechtem Wetter ist die Verschmutzungsgefahr auf einem Schotterweg besonders groß.“

Es gibt spezielle Fördermittel

Gleichzeitig zeigte Rainer Mahl dem Gemeinderat Wege auf, Fördergelder für die Maßnahme zu erhalten. Mit 40 Prozent fördere das Bundesumweltministerium im Rahmen der Initiative Klimaschutz durch Radverkehr solche Projekte. Auch der Landkreis beteilige sich mit 20 Prozent, stellte Mahl dem Gemeinderat in Aussicht. Als Gründe, warum der Landkreis den Ausbau des Radweges als besonders förderungswürdig sieht, nannte Mahl unter anderem, dass die betroffene Trasse komplett in Gemeindebesitz liege und kein weiterer Grunderwerb nötig sei. Zudem wäre dieser Radweg auch von überregionaler Bedeutung um eine Anbindung in Richtung Ammersee beziehungsweise ins Fuchstal zu schaffen.

Einige Gemeinderäte aber wollen auf eine zusätzliche Bodenversiegelung verzichten. Das stehe in keinem Verhältnis zum Nutzen des Weges, hieß es zur Begründung. Bürgermeister Albert Thurner ließ seine Ratskollegen darüber abstimmen, ob eine Asphaltierung in Betracht gezogen und der nächste Schritt in Richtung Förderanträge gegangen werden soll. Auch vonseiten des Bauhofs sei der Wunsch geäußert worden, den Weg zu asphaltieren. Vor allem im Hinblick darauf, dass auch landwirtschaftliche Fahrzeuge diesen Weg nutzen beziehungsweise queren müssten.

Der Gemeinderat denkt um

Sowohl dieses Argument als auch der Vortrag von Rainer Mahl sorgte im Rat offenbar für ein Umdenken. Eine Mehrheit (10:4) sprach sich dafür aus, den Birnentheileweg zu asphaltieren. Dafür dürften die Kosten laut Mahl bei fast 65.000 Euro liegen, wovon 26.000 Euro die Gemeinde tragen müsste. Vorausgesetzt, der Förderantrag beim Projektträger Jülich werde positiv beschieden. Der ist Partner des Bundesumweltministeriums im Zusammenhang mit der Initiative Klimaschutz durch Radwege.

Ein weiterer Geh- und Radweg, der aber laut Rainer Mahl nicht förderfähig wäre, könnte von der Kreuzung Dießener/Thaininger Straße bis zur Einmündung des Naturlehrpfades am östlichen Ortsrand von Issing entstehen. Der Gartenbauverein hat einen entsprechenden Antrag gestellt, den der Gemeinderat positiv beurteilte.

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