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24.06.2009

Ein Mann soll die Energie managen

Landsberg Landsberg möchte im Optimalfall seinen Energiebedarf selbst decken und hat in dieser Richtung auch schon die ersten Schritte eingeschlagen. Die Grünen wollen aber schon den nächsten wagen: Sie fordern in einem Antrag an Oberbürgermeister Ingo Lehmann die Einrichtung der Stelle eines "Klimaschutz- oder Energiemanagers". Unterstützt werden sie dabei im Grundsatz von sämtlichen Fraktionen des Stadtrates.

Wenngleich die CSU noch nicht sicher ist, ob denn eine eigene Vollzeit-Stelle überhaupt notwendig ist. Fraktionssprecher Helmut Weber: "Wir wollen das nicht so hoch angesiedelt sehen, da das Ganze mit Personalkosten verbunden ist." Allerdings will er die Notwendigkeit eines Energiemanagements nicht in Abrede stellen. Grundsätzlich stehe die CSU dem positiv gegenüber, schließlich stamme die Forderung eines Umweltkonzepts von den Christsozialen.

Die SPD hat dagegen nichts gegen eine solche Planstelle einzuwenden, im Gegenteil. Ludwig Kaiser hält es sogar für dringend notwendig, die Koordination der unterschiedlichsten Energiethemen der Stadt an einer Stelle zu bündeln. "Die Stadtwerke werden mit der Übernahme der Stromversorgung ohnehin gut zu tun haben", und auch Umweltreferatsleiter Mergler-Völkl leide nicht gerade an Unterbeschäftigung. Darin sehen auch die Grünen den Knackpunkt. Ludwig Hartmann: "Die Verwaltung kann das nicht mehr alleine stemmen." Zudem sei das Thema Energie das Zukunftsthema schlechthin, müsse entsprechend ernst genommen werden.

Damit hat er in Wolfgang Buttner von der BAL/ÖDP-Ausschussgemeinschaft einen engagierten Unterstützer. Ihm kann es eigentlich nicht schnell genug gehen. Ein aktuelles Beispiel hat er hierfür auch parat: "Allein in der Stadtbücherei könnte man drei Mal so viel Lichtleistung haben, allerdings bei halbem Stromverbrauch." Gerade um solche Dinge könnte sich ein Energiemanager kümmern, der, mit entsprechenden Kompetenzen ausgestattet, auch bei Planungen und Projektierungen von Anfang an eingebunden sein soll.

Daher sähe ihn Ludwig Hartmann im Referat 4 "Stadtentwicklung und Bauwesen" gut aufgehoben, während Helmut Weber und Ludwig Kaiser eher die Stadtwerke mit ihren vielen Energieprojekten als Favorit handeln. Über die Personalkosten, so ist zumindest Wolfgang Buttner überzeugt, müsse man sich keine Gedanken machen, denn: "Ein solcher Mann trägt sich durch seine Arbeit selbst."

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