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Reichling

26.01.2017

Ein Meilenstein für den guten Ton ist geschafft

Von links: Orgelbaumeister Stefan Heiß, Pfarrer Michael Vogg und Kirchenpfleger Karl Sporer in der Kirche St. Nikolaus. Hinter ihnen auf der Empore soll im September 2019 die neue Orgel erklingen.
Bild: Gisela Klöck

Im Herrgottswinkel der Gaststube unterschrieb man jetzt den Vertrag für die neue Orgel der Pfarrkirche St. Nikolaus. Damit ist aber noch nicht die letzte Etappe erreicht

Eine weitere Etappe – ein Meilenstein für den guten Ton in Reichling sozusagen – ist geschafft. Die neue Orgel für die Pfarrkirche St. Nikolaus rückt in greifbare Nähe. Pfarrer Michael Vogg und Kirchenpfleger Karl Sporer trafen sich jetzt mit Orgelbaumeister Stefan Heiß aus Vöhringen zur Vertragsunterzeichnung für die Orgel. Im Herrgottswinkel der Gaststube Stube des Gasthofs Mitschke unterzeichneten sie das Schriftstück und datierten die Fertigstellung der Orgel auf September 2019.

Mit zahlreichen Spenden von Geburtstagen, durch Pfarrfeste und Pfeifenpatenschaften, Tombolas, einem Reichlinger Koch- und einem Backbuch, Orgelweinprojekten, Konzerten der Don-Kosaken und des Männerchors des Tölzer Knabenchors, Marien- und Adventsingen, einem unvergesslichen Galaball mit der Bigband des Bundespolizeiorchesters, einer Lesung von Anselm Grün sowie vielen weiteren für die Gemeinde bereichernden Aktionen, kamen stolze 125000 Euro zusammen. Mit dem von der Kirchenstiftung bereitgestellten Geld in Höhe von 30000 Euro waren über die Hälfte der Kosten für das Instrument gedeckt.

Trotzdem hatte die Bischöfliche Finanzkammer Sorge wegen der Finanzierung und erteilte keine Freigabe zum Vertragsabschluss. Dies änderte sich nun dank der politischen Gemeinde Reichling, die den Zuschussantrag der Pfarrei für das Orgel- und notwendige Sanierungsprojekt für die Pfarrkirche (Statik und Begasung) mit 40200 Euro bedachte. Der Gemeinderat honoriere so die Bereicherung, die die Kirche und die Orgel im Bereich der Kultur darstellen, hieß es. Mit dieser zugesagten Summe, die auf drei Jahre verteilt ausgezahlt wird, gab das Bistum die Freigabe zur Vertragsunterzeichnung. So ist die neue Reichlinger Orgel nun bestellt und die Fertigstellung terminiert.

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Der nächste Schritt ist der Abbau der bisherigen Orgel bereits Ende dieses Jahres. Als Nächstes steht die statische Sanierung der Empore und eine Begasung (wegen des Holzwurmbefalls) der Kirche an. Eine kleine transportable „Ersatzorgel“ wird den Zeitraum überbrücken, bis das neue Instrument fertig ist. Der Orgelbaumeister Stefan Heiß rechnet mit einer reinen Bauzeit in seiner Werkstatt in Vöhringen von einem Jahr. Für den Einbau in Reichling werden zehn Wochen angenommen. „I leg alls in Herrgott seine Händ’, dass alls guad werd“, meinte der Orgelbaumeister beim Abschied.

Kreativität ist nun für die letzte Etappe gefragt: Für die neue Orgel fehlen noch 60000 Euro. Pfarrer Michael Vogg freut sich jetzt schon auf die „Orgelpfeifenversteigerung“ aus der alten Orgel, wie er sagt. Er hofft, dass viele weitere Aktionen und Ideen aus allen Bereichen des Ortes nicht nur die Orgel finanzieren, sondern vielmehr den Zusammenhalt der Gemeinde stärken, das Bewusstsein, als Christen zu leben, aufleben lassen und „den guten Ton“ untereinander fördert. Ganz nach den Worten, die auf der Homepage zu lesen sind: „Wir hoffen und beten dafür, dass die neue Orgel schon recht bald zur Ehre Gottes ertönen kann und auch, dass durch unser lebendiges Miteinander ein neuer Aufbruch geschieht, ein Aufbruch Jesus dem Christus entgegen“. 

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