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Landratsamt

19.02.2015

Ein Neubau gleich in der Nachbarschaft

Das Hauptgebäude des Landratsamtes von Südwesten aus fotografiert. Etliche Mitarbeiter der Behörden haben darin keinen Platz mehr und arbeiten derzeit in acht Außenstellen. Daher planen Landrat und Verwaltung einen Neubau und halten nach Grundstücken Ausschau.
Bild:  Thorsten Jordan

Das Landsberger Hauptgebäude kann Personal nicht mehr aufnehmen. Areal der ehemaligen Pflugfabrik weckt Interesse

Das Landratsamt platzt aus allen Nähten. Im Herbst vergangenen Jahres wurde im Landsberger Bahnhofsgebäude die achte Außenstelle eingerichtet, weil in etlichen Bereichen zusätzliches Personal eingestellt wurde (LT berichtete). Und so sehen sich Landrat Thomas Eichinger und der für die zentralen Angelegenheiten zuständige Abteilungsleiter Jürgen Felbinger im Stadtgebiet von Landsberg nach Grundstücken um, auf denen ein Neubau errichtet werden kann. Eines davon liegt in direkter Nachbarschaft: das sechs Hektar große Areal der ehemaligen Pflugfabrik.

Wie Landrat Eichinger auf Nachfrage unserer Zeitung sagt, hat er bereits mit den neuen Eigentümern Kontakt aufgenommen und angefragt, ob ein Verwaltungsgebäude dort Platz finden könnte. „Im Grundsatz ja“ sei die Antwort des in Starnberg ansässigen Unternehmens „ehret+klein“ gewesen, das das Projekt „Urbanes Leben am Papierbach“ entwickeln wird. Die Verwaltung des Landratsamtes bereite derzeit Pläne vor, die vor allem Größe und Anzahl der benötigten Räume beinhalten würden. „Über den Preis haben wir uns noch nicht unterhalten“, sagt Thomas Eichinger. Es gelte vorab noch einiges zu prüfen.

Wie bereits berichtet, sind im aktuellen Haushalt des Landkreises 500000 Euro für den Kauf eines Grundstücks eingestellt, auf dem ein Neubau errichtet und/oder die Außenstellen zusammengelegt werden könnten. Angedacht ist unter anderem, für die Zulassungsstelle und die bisherigen Außenstellen ein neues Gebäude zu errichten. Eine Planung, die für den Standort „Ehemalige Pflugfabrik“ offenbar nicht verfolgt wird. „Unser Problem bei der Zulassungsstelle sind die fehlenden gebührenfreien Parkplätze vor dem Haus“, sagt Landrat Eichinger. Er glaubt nicht, dass sich das Parkplatz-Problem auf dem Pflugfabrik-Gelände lösen lässt und hat daher einen Standort am Penzinger Feld im Osten Landsbergs im Visier.

Auf dem benachbarten Areal zwischen Von-Kühlmann-Straße und Spöttinger Straße könnte vielmehr eine andere Variante der Kreisverwaltung ins Spiel kommen. Ein Neubau, in dem die acht Außenstellen Platz finden. Nicht im Hauptgebäude des Landratsamtes befinden sich derzeit Jobcenter (Kohlstattstraße), Gesundheitsamt (am Klinikum), Jugendamt (Spöttinger Straße), Jugendgerichtshilfe (Roßmarkt), Veterinäramt (Karwendelstraße), Betreuungsstelle (Spöttinger Straße), Immissionsschutz (Bahnhof) sowie Hochbau und Gebäudemanagement (Spöttinger Straße). Die Anmietung der Räume im Bahnhofsgebäude waren notwendig geworden, weil zuletzt im Jugendamt, im Immissionsschutz, im Klimaschutz und im Ausländerwesen weitere Mitarbeiter hinzukamen.

Nicht auf einen Standort fixiert

Landrat Thomas Eichinger ist nicht auf einen Standort fixiert, wie er sagt. Er wolle aber alle Optionen untersucht wissen. Daher auch die schnelle Anfrage bei „ehret+klein“. Darüber hinaus sei er gespannt auf weitere Vorschläge aus der Verwaltung und den Kreisgremien. Der bereits diskutierte Anbau an das Hauptgebäude schafft offenbar nicht ausreichend neue Räume. Er war auf der Südostseite des Gebäudes geplant und hätte den Abriss der ehemaligen Landratswohnung vorgesehen. Dort ist derzeit eine Abteilung des Jugendamts untergebracht.

Auf dem Gelände der früheren Pflugfabrik, das der österreichische Landmaschinenhersteller Pöttinger an „ehret+klein“ verkauft hat, sollen Wohnungen, Büros und Gewerbe entstehen. „Unser aller Ziel ist letztendlich ein lebendiges und lebenswertes Quartier“, hatte Geschäftsführer Michael Ehret bei einem Pressetermin Anfang Februar in Landsberg gesagt. Über 1000 Menschen könnten dort eine neue Heimat finden. Sollte im Frühjahr 2016 bereits eine Baugenehmigung vorliegen, könnte im Herbst darauf der erste Spatenstich für zwei oder drei Teilprojekte erfolgen.

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