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Rückblick

28.01.2015

Ein Rekord nach dem anderen

Stiftungsvorstand Walter Pischel und die Geschäftsführer Frank Anisits, Alfons Hätscher und Thomas Brücher informierten über Entwicklungen bei Hirschvogel.
Bild: Julian Leitenstorfer

2014 war äußerst erfolgreich für Hirschvogel. Daran hatte auch das Stammwerk in Denklingen großen Anteil.

Bei Hirschvogel sind Rekorde offenbar dazu da, um gebrochen zu werden: 2013 überschritt der Umsatz des Denklinger Unternehmens erstmals die 800-Millionen-Marke. 2014 hat der Automobilzulieferer bereits einen neuen Rekord aufgestellt: Der Umsatz der weltweit operierenden Hirschvogel Automotive Group lag im vergangenen Jahr bei rund 870 Millionen Euro. 2016, so wird es innerhalb des Unternehmens vermutet, könnte zum ersten Mal die Eine-Milliarde-Euro-Marke geknackt werden.

Bei einem Pressegespräch blickten die Geschäftsführer Alfons Hätscher (Finanzen), Frank Anisits (Produktion) und Thomas Brücher (Vertrieb, Entwicklung, Einkauf) nun auf das vergangene Jahr zurück und wagten einen Ausblick auf das laufende Jahr 2015. Stiftungsvorstand Walter Pischel informierte außerdem über die Frank-Hirschvogel-Stiftung.

2014 seien fast alle Standorte des Unternehmens gewachsen, betonte Alfons Hätscher. Prozentual sei das Werk in China davon am stärksten betroffen, aber auch die Standorte in Denklingen und Schongau hätten „massiv zum Wachstum beigetragen“. Das habe auch damit zu tun, dass der Automobilmarkt in Westeuropa nach vier Jahren Rückgang wieder zugelegt habe und in China deutlich auf Wachstumskurs geblieben sei, wie Thomas Brücher erläuterte.

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Dass sich das Unternehmen vergrößert, wird in Denklingen und Schongau auch sichtbar. Am Stammsitz in Denklingen wurde die neue, 10000 Quadratmeter große Halle 16 fertiggestellt, berichtete Frank Anisits. Dort werde aktuell eine Kaltfließpresse aufgebaut. Im November waren Maschinenteile für die Presse mit einem Schwertransport angeliefert worden. Ab März sollen die ersten Bauteile dort in Serie produziert werden. Bis zum Jahresende sollen dann weitere Produktionsanlagen aufgebaut werden. Über die nächsten zwei bis drei Jahre entstünden in Denklingen dadurch rund 100 neue Arbeitsplätze, sagte Anisits. In Schongau wurde ebenfalls die neue Halle 6 fertiggestellt, Halle 7 ist bereits im Bau. In Indien wird nahe Pune derzeit ein neues Hirschvogel-Werk errichtet.

Um weiter auf Wachstumskurs zu bleiben, richte sich das Unternehmen auf die Techniktrends in der Automobilbranche aus, erläuterte Thomas Brücher. So liefere Hirschvogel neue Stahlkolben für Dieselmotoren, um Verbrauch und Emissionen der Verbrennungsmotoren zu reduzieren. Das gehöre – wie auch schon in den Jahren davor – zur Strategie des Unternehmens: „Wir orientieren uns an den Techniktrends und wollen mit unseren Kunden wachsen“, sagte Alfons Hätscher. Allerdings wolle das Familienunternehmen profitabel wachsen, „nicht um des Wachstums willen“.

2015 sei das Unternehmen weiterhin gut aufgestellt, sagte Brücher. Obwohl generell von einem etwas geringeren Wachstum des Automarkts ausgegangen werde, seien die Bestellungen der Kunden weiterhin stabil, fügte Frank Anisits hinzu. Deshalb gehe man bei Hirschvogel von weiterem Wachstum aus, 2016 soll der Umsatz erstmals auf über eine Milliarde Euro ansteigen.

Über den Gewinn schweigen sich die Geschäftsführer aus, auch die Summe, die die Frank-Hirschvogel-Stiftung jährlich erhält, wird nicht an die große Glocke gehängt. „Es ist eine schöne sechsstellige Summe“, sagt Stiftungsvorstand Walter Pischel mit einem Lachen.

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