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Schondorf

24.06.2020

Ein Schondorfer Traditionsgasthof eröffnet wieder

Das Gasthaus zum Wastl in Schondorf ist verpachtet worden und soll am 15. Juli wieder eröffnet werden.
Bild: Dagmar Kübler

Plus Nach dem Tod von Sebastian Portenlänger war sein Gasthof in Schondorf mehr als ein Jahr geschlossen. Jetzt gibt es dort einen neuen Wirt.

Am 15. Juli lebt im Traditionsgasthaus „Zum Wastl“ in Schondorf die Gastronomie wieder auf. Nach dem Tod von Inhaber Sebastian Portenlänger vor zwei Jahren war es im vergangenen Jahr geschlossen worden. Jetzt fängt dort ein neuer Wirt an. Der Pächter ist in Schondorf kein Unbekannter.

Aleksander Badza ist bislang Koch im Gasthof Drexl. Nun wagt der 48-Jährige mit Unterstützung seiner Lebenspartnerin Gordana Ostoijic sowie seiner Familie den Schritt in die Selbstständigkeit. „Ab Juli ist hier Aleks“, signalisiert ein Schild an der Terrasse des Wastl den baldigen Start. „Wir werden keine Riesenkarte haben, so etwa 18 bis 20 Gerichte“, gibt Badza eine Vorschau. Gutbürgerliche, internationale und bayerische Küche wird er bieten, dazu gibt es Süffiges von der König-Ludwig-Brauerei. Die Bandbreite ist groß, aus der deftigen Küche soll es Braten und Schnitzel geben, zum täglich wechselnden Mittagstisch will Badza leichte und auch vegetarische Gerichte anbieten, dazu Suppen und Vorspeisen – und natürlich Dampfnudeln, „denn die macht ja keiner mehr“, schmunzelt Badza.

Der Stil soll bleiben, der Name ändert sich

Wichtig ist ihm, wenn möglich, bei regionalen Anbietern einzukaufen. So will er Milch, Eier und andere frische Produkte direkt bei Erzeugern aus der Umgebung beziehen. Durchgehend warme Küche will der neue Pächter bieten, mit einem Ruhetag pro Woche. Wann dieser sein wird, ist noch offen.

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Momentan sei viel Papierkram zu erledigen und das Gewerbeamt werde dem Betrieb ein zweites Mal besuchen, „aber es ist nicht viel zu machen. Beim Wastl ist alles soweit in Ordnung, top in Schuss und sauber“, freut sich der 48-Jährige. Das gemütlich-bayerische Interieur will Badza belassen, den Namen jedoch von Wastl auf Aleks ändern, um nicht falsche Erwartungen bei den Gästen zu wecken. Denn die ehemaligen Wirtsleute Sebastian und Helga Portenlänger wolle und könne er nicht ersetzen, deshalb habe er vor, Neues in gewohnter, lieb gewonnener Atmosphäre zu bieten.

Villa, Kaufhaus, Gasthof

Nachdem Wirt Sebastian „Wastl“ Portenlänger im Mai 2018 verstorben war, machte seine Witwe Helga mit Unterstützung ihrer Tochter Johanna und dem langjährigen Personal noch ein Jahr weiter. Dann aber schlossen sich 2019 nach 38 Jahren beim Gasthaus Wastl die Pforten. Das Haus hat eine lange Tradition. Im Jahr 1911 kauften „Wastls“ Großeltern die Villa Mader und führten dort fast 70 Jahre ein Kaufhaus. Aus dem Kaufhaus wurde 1980 unter Sebastian und Helga Portenlänger ein Gasthaus – das nun demnächst wieder für Gäste offen steht.

Bild: Stephanie Millonig/Archiv

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