1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Ein Stimmungsfeuerwerk

20.10.2009

Ein Stimmungsfeuerwerk

Wessobrunn/Rott Er versprach ein musikalisches Feuerwerk und lieferte ein Konzert, das an Abwechslung kaum zu überbieten war: Der Rotter Chor Mosaix ließ mit Choral und Rock, A-cappella-Darbietung und Popsong, heißen Rhythmen und melancholischen Balladen, Märchen und Comedy, schlitzohrigem Liedgut und Choreografie den Abend wie im Flug vergehen. Verbindendes Thema in der zweimal fast voll besetzten Wessobrunner Mehrzweckhalle war die Liebe - und der Spaß, den die Chormitglieder miteinander und am Singen haben.

Der Chor unter Leitung von Matthias und Alexandra Eideloth begann dort, wo er vor zwei Jahren seine schöpferische Pause eingelegt hatte: Mit dem choralartigen, tief berührenden "Amate Adea", das auf der Leinwand vor der Bühne mit stimmungsvollen Bildern begleitet wurde. Bereits bei den ersten vier Liedern setzte der "bunte Haufen von Sängern zwischen 16 und 60" (Alexandra Eideloth) Akzente: Während das Eingangslied und das sehr rhythmische "Jetzt und hier" die ersten Füße zum Wippen brachte, sorgte auch das drängende "Kayama" für Gänsehaut.

Gleich blieben lediglich der sehr gut abgestimmte Chorklang und die dezente Begleitung durch Schlagzeug beziehungsweise Trommeln und Flöte. Indem die Sänger die rhythmisch oft sehr anspruchsvolle Aufgabe auf sich nahmen, die Begleitung in den Stimmen zu führen, sorgten sie zudem für ungewöhnliche und beeindruckende Effekte.

Parkplatzregen und Klischees

ecsImgBannerWhatsApp250x370@2x-5735210184021358959.jpg

Dann startete das eigentliche Thema des Abends - die Liebe, mit der es Probleme gibt, seit Marsmänner und Venusfrauen die Erde bevölkerten und vergaßen, dass sie von verschiedenen Planeten stammen. Da erzählten die Sänger augenzwinkernd vom verliebten Paar, das im Park einen Platzregen genießt ("Parkplatzregen"), bedienten typisch männliche und weibliche Klischees im "fremden Wesen" und stellten klar, was Frauen bei Männern wirklich wollen: "Tiefgang". Dazwischen erklangen in Kleinbesetzung gefühlvolle Balladen wie "Only you" oder das hinreißende Solo "Heaven" von Alexandra Eideloth.

Dann wieder zeigten die Sänger ihr komödiantisches Talent in Sketchen wie "Hermann", der viele wohl an eigene Erlebnisse erinnerte, erzählten das "kürzeste und frechste Märchen der Welt" zu den Freuden des Junggesellendaseins oder stellten in "Mein Tagebuch" klar, wie unterschiedlich (viel) Frauen und Männer denken. Großen Spaß hatten die Zuschauer auch am Pärchen der "Romanze", das mit herrlicher Mimik die geschlechtertypisch unterschiedliche Auffassung von Romantik verdeutlichte. Ebenso ein Genuss für Ohr und Auge war das gesungene und getanzte Abba-Medley.

Mosaix behielt die Abwechslung bis zum Schluss bei: Nach dem gefühlvollen "The Rose" folgte zum Abschluss noch einmal - diesmal vom gesamten Chor gesungen - "Crazy little thing called love". Dabei begeisterte Mosaix nicht nur musikalisch, sondern auch mit dem spürbaren Spaß, den die Sänger miteinander und am Singen haben. Die Zuschauer bedankten sich mit lang anhaltendem Applaus für einen außergewöhnlichen Abend.

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren