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04.07.2010

Ein Traum, der wahr geworden ist

Konstantin Weigel (4) verfolgt das Spiel mit seinen Schwestern und seinem Vater Clemens aufmerksam.
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Konstantin Weigel (4) verfolgt das Spiel mit seinen Schwestern und seinem Vater Clemens aufmerksam.

Landsberg, Kapstadt Auch am Tag danach war es für Helmut Rabe noch wie ein Traum: Der Landsberger Wüstenrot-Verkaufsleiter war zusammen mit Bezirksleiter Manfred Dinauer beim Viertelfinale Deutschland - Argentinien in Kapstadt dabei. Die beiden ehemaligen Fußballer sahen das Spiel mit ganz anderen Augen: "Man merkte von der ersten Minute an, dass die Deutschen gewinnen wollten", sagt Rabe. "Eingekeilt" zwischen argentinischen Fans verfolgte die Wüstenrot-Gruppe das Spiel, doch das machte nichts: "Es war ein so freundschaftliches und sympathisches Miteinander", ist Rabe begeistert - zum Schluss tauschte man sogar noch Trikots aus.

Bereits vor zwei Jahren waren die Karten für dieses Viertelfinale gebucht worden, umso größer war die Freude bei den Gewinnern, dass es ausgerechnet das Viertelfinale mit Deutschland war. Doch für Rabe & Co. begann der "Promi-Tripp" bereits im Flieger, denn da "waren wir mit Theo Zwanziger zusammen", erzählt er - zudem traf man mit Martin und Dominik Geisenberger zwei weitere Fußballer aus Schongau.

Auch das Stadion in Kapstadt sorgte dafür, dass man sich schnell heimisch fühlte. "Es ist der Allianz-Arena nachempfunden, sodass wir uns schnell zurechtfanden." Ihre Ohrenstöpsel, mit denen die deutschen Fans ausgerüstet worden waren, brauchten diese jedoch nicht: "Die Vuvuzelas waren gar nicht so laut wie vermutet", sagt Rabe. Im Gegenteil: Während sein Sohn zu Hause "Trötverbot" erhalten hat, habe es im Stadion "einfach dazugehört". Zwei Stunden nach Spielende waren Rabe und seine Begleiter noch im Stadion "da wurde das Spielfeld dann mit Handrasenmähern gemäht, das bekommt man sonst ja nie zu sehen", war er überrascht.

Im Ausnahmezustand

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Zu diesem Zeitpunkt herrschte in Landsberg noch Ausnahmestimmung:

Kaum war der 4:0-Sieg unter Dach und Fach, rollte wieder der Autokorso durch die Innenstadt. Stundenlang feierten die Fans ausgelassen auf dem Hauptplatz und legten dabei den Verkehr fast lahm.

Gerade rechtzeitig noch "geflohen" ist der Busfahrer einer Besuchergruppe aus Niedereichbach: Der dortige Frauenbund hatte sich den vergangenen Samstag für einen Ausflug unter anderem nach Landsberg ausgesucht.

"Wir haben bei der Stadtführung aus den Lokalen immer wieder mitbekommen, wie es gerade steht", sagt Pfarrer Johann Babel.

Während dieser Rundgang durch eine fast ausgestorbene Altstadt von Landsberg ging, erlebten die Besucher im Anschluss das andere Extrem.

Gelassen nahmen auch Feriengäste aus Polen den Stau hin: "Wir haben das Spiel im Radio verfolgt. Ist doch okay, wenn nach diesem Sieg gefeiert wird", ließen sie sich von dem unerwarteten Stau auf dem Hauptplatz nicht aus der Ruhe bringen.

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