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Firmenporträt

20.07.2011

Ein Unternehmen im Aufwind

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2 Bilder
Die erweiterte Geschäftsleitung der Eichler GmbH: Günter Hüfner, Angelika Eichler, Peter Eichler.
Bild: Foto: Bärbel Knill

Eichler Elektronikservice: Lengenfelder auf Expansionskurs

Lengenfeld Das kleine Industriegebiet vor Lengenfeld bei Pürgen ist der Standort eines jener mittelständischen, inhabergeführten Unternehmen, die Deutschland 2009 durch die große Wirtschaftskrise getragen haben: der Peter Eichler GmbH. Nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit, aber bedeutend im Bereich der Industrie- und Anlagenelektronik, ist hier ein Unternehmen ansäßig, dessen Kundenliste sich wie das Who’s Who der deutschen und internationalen Wirtschaft liest. Die modern gestaltete Halle mit den technischen Werkstätten wurde im letzten Jahr bezogen, die Wurzeln des 1979 gegründeten Unternehmens liegen in Stoffen, wo nach wie vor der Vertriebsstandort zu finden ist. Vor Kurzem hat Inhaber und Firmengründer Peter Eichler die Geschäftsleitung erweitert, die Firma soll weiter expandieren.

Neben Unternehmenseigentümer Peter Eichler und Ehefrau Angelika wurde der Landsberger Diplom-Ingenieur Günter Hüfner mit in die Geschäftsleitung aufgenommen. Der 56-Jährige verfüge über jahrzehntelange Erfahrung im Elektronikbereich und unterstützt die innovativen Pläne von Eichler. „Eine Firma kann sich nur mit ihren Mitarbeitern entwickeln. Wir möchten ihnen die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie erleichtern und streben deshalb eine Zusammenarbeit mit dem Kindergarten Lengenfeld an“, erklärt Hüfner.

„Geplant ist die konkrete Teilfinanzierung zusätzlicher Betreuungskräfte für mehr Flexibilität bei der Kinderbetreuung, sodass auch junge Mütter und Väter eine Chance auf einen Arbeitsplatz haben, an dem sie sich voll einbringen können.“ Firmenchef Peter Eichler sieht in der Unterstützung der Familien den besten Weg, wie junge Nachwuchs-Fachkräfte gefördert werden können. „Auch als kleiner Mittelständler stehen wir hier in der Pflicht.“

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Einfach und nachhaltig

Die Geschäftsidee, die der Firma Eichler zugrunde liegt: Alle großen wie kleinen Industrieunternehmen brauchen Automatisierungstechnik, angefangen beim automatischen Tor zum Firmengelände über die Abfüllanlagen der Getränkehersteller bis zu den großen Produktionsstrecken der Automobilindustrie oder den Steuerungsanlagen der Kernkraftwerke. Solche Anlagen sind komplex und teuer, und sie sind reparaturanfällig. Die Eichler GmbH bietet einen Rundum-Reparaturservice, der weitaus schneller und kostengünstiger funktioniere als beim Hersteller. „Wir sind technische Kriminalisten“, beschreibt der 70-jährige Ingenieur Peter Eichler, der sich selbst als „Dinosaurier der Industrieelektronik“ bezeichnet, schmunzelnd die Faszination der Aufgabe. „Jede Reparatur ist ein Unikat und bietet eine neue kreative Herausforderung, den Fehler zu finden. Das ist hoch spannend und anspruchsvoll, und nach einigen Jahren Praxis in unserer Firma verfügen unsere Mitarbeiter über ein umfassendes und vertieftes Wissen in der Elektronik.“ Arbeitslosigkeit - so etwas gebe es nicht in der Automatisierungstechnik, versichert Eichler, der über Branchenkenntnis von den 1960ern bis heute verfügt. „Die Branche ist absolut krisensicher.“

Zahlreiche Kunden aus vielen Bereichen

Die Kunden, die das Know-how seiner Firma nutzen, sind: ThyssenKrupp, MAN, Mannesmann und EADS etwa aus der Großindustrie, Audi, BMW, Porsche, VW, DaimlerChrysler, Ford und Opel aus der Automobilindustrie oder Iglo, Dinkelacker, Coca-Cola, Dr. Oetker und Hipp aus der Lebensmittelbranche. Sogar Flughäfen und Kraftwerke – auch Kernkraftwerke wie Gundremmingen oder Philippsburg – zählen dazu. Sie alle lassen ihre Anlagen in Lengenfeld reparieren. In der neuen, hell und freundlich gestalteten Großraum-Werkstatt mit dem glänzenden elektrostatisch ableitenden Boden sitzt Tobias Faller an seinem Arbeitsplatz. Kabel in verschiedenen Farben hängen aus den Geräten, die er vor sich im Regal stehen hat, Platinen mit winzigen Leiterbahnen und Lötaugen liegen auf dem Tisch vor einem Oszilloskop, an einem Prüfgerät blinken grüne und rote Lämpchen. „Ich finde meine Arbeit hoch interessant“, begeistert sich der 30-jährige Elektrotechniker aus Burggen bei Schongau. „Wir lernen hier die ganze Bandbreite der Automatisierungstechnik kennen.“

Filteranlagen gegen die Dämpfe

Auf der anderen Seite der Halle sind in eigenen, durch Glaswände getrennten Räumen Lötroboter untergebracht, mit Filteranlagen wegen der giftigen Dämpfe. Daneben steht ein Arbeitstisch mit einem neuen elektronischen HD-Bildschirm-Mikroskop. Der Kundenstamm der Firma wächst, und damit auch Gebäude und Belegschaft. Mit der Frauenquote hat das Unternehmen im Übrigen kein Problem. „Viele Führungskräfte sind bei uns Frauen“, weist Eichler hin. Aktuell bietet Eichler in Zusammenarbeit mit der Berufsakademie Sachsen/Leipzig einen Praxisplatz für ein Duales Studium der Fachrichtung „Service Engineering“ an, die mit einem Bachelor oder dem Diplom-Ingenieur abgeschlossen werden kann.

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