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Kommunalarbeit

01.03.2011

Ein Vierteljahrhundert im Einsatz für den Bauhof

Gerhard Straus feiert heute Dienstjubiläum. Seit 25 Jahren arbeitet der Bauhofchef für die Gemeinde Pürgen.
Bild: Foto: Ulrike Reschke

Gerhard Straus feiert heute sein 25. Dienstjubiläum

Pürgen Die Vielseitigkeit seiner Aufgabe ist es, was Gerhard Straus so schätzt: „Wir sind zuständig von A bis Z und haben alles schon gemacht.“ Straus ist seit knapp 18 Jahren Leiter des Bauhofs der Gemeinde Pürgen. Dass jeden Tag aufs Neue Flexibilität, Kreativität und Organisationstalent von ihm gefordert sind, rundet sein Berufsbild ab. Am 1. März vor 25 Jahren trat der heute 54-Jährige seine Arbeitsstelle bei der Gemeinde an, damals noch als Einzelkämpfer.

„Das Schöne an unserem Beruf ist: Du bist dir keine Stunde sicher, da kannst du planen, was du willst“, sagt Straus. Bürgermeister Klaus Flüß meldet anstehende Arbeiten, lässt Straus bei der Erledigung aber freie Hand. „Mein Ziel ist, dass es am kostengünstigsten für die Gemeinde ist“, sagt Straus. Was der Bauhof – bei dem außer dem gelernten Maurer Straus ein Installateur, ein Schlosser/Spengler sowie ein Maschinenbauer beschäftigt sind – nur zeitaufwendiger oder teurer als eine Firma erledigen kann, wird ausgelagert.

Straus übernahm die Aufgaben von Gemeindearbeiter Viktor Plaschka, der ihn an seinem ersten Arbeitstag durch das Rathaus führte und allen vorstellte. „Dann war es 10 Uhr und saukalt“, erinnert sich Straus an den ersten Arbeitstag. Sein Vorgänger ordnete erst mal eine Mittagspause an, um 13 Uhr traf man sich wieder, um die Abfalltonnen auf dem Friedhof zu leeren. Ab dem zweiten Arbeitstag war Straus auf sich allein gestellt. Seit er am 1. April 1993 vom damaligen Bürgermeister Wilhelm Niedermeyer zum Bauhofleiter befördert wurde, ist Straus „zuständig für Angebote und Einkauf und eben alles, was mit dem Bauhof zu tun hat“. Jetzt sind sie im Bauhof zu viert, jeder packt überall an und „weiß über alles Bescheid“. Koordiniert werden die Einsätze von Straus. Arbeitstage mit 15 bis 16 Stunden sind keine Seltenheit.

Ein Vierteljahrhundert im Einsatz für den Bauhof

Der Lengenfelder hatte anfangs auch Botengänge für die Verwaltung zu erledigen. „So hast du die Gemeinde schnell kennengelernt“, sagt er. Doch bis sämtliche Post nach Frauenwies und Stoffen gebracht war, verging kostbare Arbeitszeit. Und die Arbeit wurde so viel, dass er im ersten Jahr gerade einmal drei Tage Urlaub nehmen konnte. Als die Familie Straus mit gepackten Urlaubskoffern im Auto saß, kam die Nachricht von einem Wasserrohrbruch. „Dann fuhren wir eben ein, zwei Tage später.“ Stetig kamen neue Aufgaben hinzu: weitere Grünflächen, die Wasserversorgung, der Kanalbau, Kindergarten und Schule.

Beim „Fanklub“ Hallo sagen

Besonders liebt der Pürgener Bauhofchef seinen „Fanklub“. Wenn er in Kindergarten oder Schule auftaucht, löst er stets ein großes Hallo aus. „Jedes Mal hängen fünf an dir dran und wollen wissen: ‚Was machst du heute’“, erzählt der gelernte Maurer und Gemeinderat von seinen Einsätzen. Denn egal, ob die Heizung mit Pellets gefüttert werden muss, die Mehrzweckhalle für eine Veranstaltung bestuhlt oder Reparaturen im Haus für Kinder anstehen – all diese Aufgaben übernimmt der Bauhof.

Die kommunalen Maschinen und Werkzeuge behandelt Gerhard Straus mit besonderer Sorgfalt. „Ich hab etwas anvertraut bekommen und das behandle ich besser als mein Eigenes.“ (res)

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