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Landsberg

17.06.2016

„Ein Zelt-Dach über dem Kopf“

Auch nach einem halben Jahrhundert beeindruckt die außergewöhnliche Dachform der Jubilarin, der Heilig-Engel-Kirche Heilige, schon von Weitem.
Bild: Julian Leitenstorfer (Archiv)

Vor 50 Jahren wurde der Grundstein für Heilig Engel gesetzt.

. Die Stadtpfarrkirche „Heilige Engel“ ist von weitem sichtbar ein stadtbildprägender Bau oberhalb der Lechkante am Hindenburgring. Auch wer früher schon „nur“ auf der Durchreise war, kam auf seiner Fahrt auf der alten B17 nicht an ihr vorbei, ohne das auffällige Bauwerk zu bemerken. Vor wenigen Tagen feierte sie ihren „runden Geburtstag“. Genau 50 Jahre ist es nämlich her, dass der Grundstein der Kirche gelegt wurde.

Dieses Ereignis wurde natürlich auch mit einem Gottesdienst gewürdigt, den Stadtpfarrer Gregory Herzel in Konzelebration mit Pfarrer i. R., Martin Bucher feierte. Martin Bucher, damals Kaplan in Hinterstein, wurde von Stadtpfarrer Rudolf Schiele als Gast eingeladen. Er erinnert sich noch ganz genau an diesen Tag: „Es war der 12. Juni 1966, ein wunderschöner, warmer Tag, die Sonne brannte auf uns, da ja vorerst nur ein Teil der Kirche stand. Da, wo der Grundstein gelegt wurde, klaffte noch eine Lücke, das Zeltdach war ebenfalls noch nicht vorhanden.

Ein Novum war und ist, dass der Kirchenbau nicht wie üblich, nach Osten, sondern nach Süden ausgerichtet war. Bemerkenswert auch, dass die damals Verantwortlichen mit Bischof Dr. Joseph Stimpfle einem Entwurf des Architekten Professor Josef Wiedemann den Vorzug gaben, ganz im Sinne des Zweiten Vatikanischen Konzils, die Gläubigen unter dem Dach Gottes (Zeltdach) zu versammeln.“

Zur gleichen Zeit wurde auch der Kindergarten gegenüber gebaut und „da Kinder einen Schutzengel brauchen“ bot sich für die neue Kirche sowie für den Kindergarten der Name „Zu den Heiligen Engeln“ an. Die Inschrift des Grundsteins „Ich bin da für das pilgernde Gottesvolk“ zeigt genau das, was das Besondere dieser Kirche ausmacht: den Pilgern, Gläubigen, Suchenden, Heimatlosen, Schutz zu geben, ein „Zelt-Dach über dem Kopf“. Der heutige Pfarrer Gregory Hertzel merkt dazu an: „Wir sind dankbar für und froh über diesen Kirchenbau, dankbar und froh darüber, dass dieser so mit Leben gefüllt ist.“ (lt)

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