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Konzert

30.01.2019

Ein bisschen Louisiana, ein bisschen New Orleans

Die von Ludwig Seuss (Zweiter von links) zusammengestellte Band bei ihrem Konzert im Foyer des Stadttheaters.
Bild: Thorsten Jordan

Der Boogiepianist Ludwig Seuss ist mit seiner Band im Foyer des Landsberger Stadttheaters zu Gast

Boogie-Woogie ist mehr als Musik. Es ist pure Energie, es ist ein pulsierendes Gefühl, das sich ziemlich schnell bis hinunter in die Beine überträgt, alles in einem will mitwippen, mindestens. So erging es den rund 150 Gästen der Ludwig Seuss Band im Foyer des Landsberger Stadttheaters: Der Saal groovte. Kein Wunder, gilt Ludwig Seuss doch als „einer der versiertesten Boogie- und Rhythm’n’Blues-Pianisten östlich des Mississipi“.

Sein Boogie stammt aus den amerikanischen Südstaaten, aus Louisiana, aus dem vibrierenden New Orleans. Eine schnelle, tanzbare Mischung aus Cajun-Einflüssen mit afroamerikanischen Blues- und R&B-Elementen, genannt Zydeco. Charakteristisch für den Zydeco ist neben dem Akkordeon (ganz virtuos: Ludwig Seuss himself) das Waschbrett, eine dem menschlichen Körper angepasste Variation des früheren Haushaltsgegenstands.

Dr. Will (vielen bekannt aus der Münchner R&B-Szene mit seiner eigenen Band „Dr. Will and the Wizards“) schlug, trommelte und rieb mit einer Art Flaschenöffner lässig den Rhythmus oder intonierte mit dunkler, kraftvoller Stimme an der Seite von Ludwig Seuss. Neben Zydeco gab es Bluesinterpretationen sowie eigene Boogiekompositionen, die das eine oder andere Mal in Rock’n’Roll übergingen. Blues bedeutet bei Ludwig Seuss meistens Jump-Blues, also eine schnelle Spielart mit treibenden Rhythmen.

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Wenn man nicht gerade tanzte, war es eine Freude, Ludwig Seuss‘ Hände in irrer Geschwindigkeit über das Keyboard oder Klavier flitzen zu sehen. Als begnadeter Boogiepianist hat er mit seiner eigenen Band bereits mehr als ein Dutzend CDs aufgenommen. Die meisten kennen ihn allerdings eher als Keyboarder der Münchner Spider Murphy Gang, wo er seit dem Jahr 1987 als festes Mitglied dabei ist. Sein Herz allerdings gehört hörbar dem Boogie Woogie.

Ludwig Seuss hat sich seine eigene Band aus hervorragenden Musikern zusammengestellt: Am Schlagzeug spielte wunderbar feinnuanciert und genau richtig zurückhaltend Peter Oskar Kraus. Großartig am Bass Tom Peschel (der auch bei der Nick Woodland Band spielte und in München das Downhill Studio betreibt), an der Gitarre Titus Vollmer sowie als „special guest“ der junge Saxofonist Tom Förster. Besser könnte es auch in einem Jazzkeller in New Orleans nicht zugehen: Vollblutmusiker, treibende Rhythmen, begeistertes, mitswingendes Publikum. (felt)

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