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22.04.2015

Ein gar tierisches Erlebnis

Mehr als 90 Jugendliche der Realschulen Landsberg, Kaufering und Schongau sowie etlichen Schüler der Fachoberschule Landsberg mit neun Lehrern und Dozenten präsentierten das sinfonische Blasorchesterkonzert „Einfach tierisch“.
Bild: R. Löbhard

Musikprojekt der Realschulen Landsberg, Kaufering und Weilheim wurde 30

„Dass so ein Projekt 30 Jahre Bestand hat und dass sich drei Jahrzehnte lang Kinder und Jugendliche immer wieder für Musik begeistern lassen, das ist tierisch gut!“ Der Meinung waren auch die Besucher des Sinfonischen Blasorchesterkonzerts „Einfach tierisch“ in der Lechauhalle Kaufering und quittierten die Aussage von Moderatorin Kathrin Högenauer mit, um im Jargon zu bleiben, tierisch lautem Beifall.

1985 hatte Walter Edelmann, damals Musiklehrer an der Johann-Winklhofer-Realschule und Gründer des JWR-Blasorchesters, erstmals eine Orchesterfahrt organisiert. Seit der Zeit erarbeiten Schüler mehrerer Schulen Jahr für Jahr während einer Orchesterwoche gemeinsam mit ihren Lehrern ein abendfüllendes Programm und präsentieren es mehrmals.

Heuer war die Bildungsstätte Violau das Ziel von mehr als 90 Jugendlichen der Realschulen Landsberg, Kaufering und Schongau, etlichen Schülern der Fachoberschule Landsberg sowie neun Lehrern und Dozenten. Musikalisch hatte sich die Gruppe vorgenommen, anspruchsvolle sinfonische Kompositionen und Arrangements einzustudieren, in denen es um Tiere ging. Das ist in Programmauswahl und Ausführung vollauf gelungen.

Im ersten Teil des Konzerts führten Sabine Rüger (JWR), Alexander Kaltner (RS Kaufering) und Tobias Roth (RS Schongau) abwechselnd durch die Welt der Katzen und sorgten mit sicherem Gespür dafür, dass es auch bei musikalisch beschriebenen Großkatzen keine „beißenden“ Zwischenfälle gab. Der erste Besuch galt dem „Eye of the Tiger“, Titelmelodie aus einem der „Rocky“-Filme. Die von Elton John vertonte Geschichte von Simba, dem „König der Löwen“, durften die Zuhörer zum Medley zusammengefasst genießen. Fast 100 Jahre alt ist der „Tiger Rag“, ein gemäßigter, früher Jazz mit Kultstatus, der kein bisschen Staub angesetzt hat und den auch die Schüler mit Begeisterung spielten.

In den folgenden Stücken waren die Katzen kleiner, jetzt waren die Stubentiger an der Reihe. Melodien aus Andrew Lloyd Webbers Musical „Cats“ durften da nicht fehlen. Wer noch nie eine Walzer tanzende Katze gesehen hat, der durfte sie musikalisch ebenso erleben wie die Feststellung, dass Hund und Katze doch ganz gut zusammenpassen, zumindest musikalisch.

Der zweite Teil des Abends gehörte weiteren Tiergattungen. Erste Station war das Dschungelbuch, danach tanzten die von Phil Collins musikalisch zum Leben erweckten Bärenbrüder über die Bühne. Die mächtigsten Tiere des Abends waren unbestritten die Dinosaurier vom Jurassic Park, die der erfolgreiche Filmmusikkomponist John Williams charakterisiert hat. Der Flug des Adlers über in der Sonne glitzernde, schneebedeckte Hänge ist, wie Kathrin Högenauer erzählte, ein original für Blasorchester komponiertes Stück, das in ruhigen musikalischen Bildern eine Alpenlandschaft beschreibt. Ein Mix aus Hits von Henry Mancini beschloss das Konzert und gemeinsam mit Elefanten huschte mit dem rosaroten Panther dann doch noch einmal eine Großkatze über die Bühne. (löbh)

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