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Kaufering

18.11.2019

Ein grooviges Jubiläum in Kaufering

Über 600 Zuhörer wollten den Auftritt von „gospel groove“ in der Lechauhalle in Kaufering miterleben. Der Chor der Pauluskirche hatte sich als Verstärkung die jungen Sänger von DoReMi eingeladen. 
Foto: Julian Leitenstorfer

Plus Der Kauferinger Chor „gospel groove“ feiert mit 600 Gästen sein 20-jähriges Bestehen. Was bei dem Auftritt geboten ist und wem der Erlös des Benefizkonzerts zugutekommt.

Ein bewegendes und mitreisendes Konzert erlebten die rund 600 Gäste beim Auftritt von „gospel groove“ in der Lechauhalle in Kaufering. Es war zugleich die Feier zum 20-jährigen Bestehen des Chors. Die Mitglieder trugen 20 anspruchsvolle Songs vor.

Für die Präsentation neuer und bewährter Titel hatte sich der Chor der evangelischen Pauluskirche Verstärkung eingeladen. Die etwa 30 jungen Sänger des evangelischen Kinder- und Jugendchors DoReMi, mit ihrer Chorleiterin Silvia Elvers, eröffneten temperamentvoll mit dem „If you’re happy“ des Norwegers Helge Förde, das am Ende des Konzerts noch einmal gemeinsam mit „gospel groove“ und dem Publikum erklang.

Es war ein mitreißender Konzertabend mit vielen Facetten geistlicher Chormusik. Zum „Laudamus te“ wippte bereits die ganze Halle mit und beim „Sing jubilate Deo“ feierten die älteren unter den jungen Sängern eine glanzvolle Premiere. Bevor die 70 Mitglieder des großen Chors, von dem fast die Hälfte seit Anbeginn dabei ist, mit ihrem engagierten Leiter Manfred Klein die Bühne betraten, holten sich die Solisten von DoReMi, Matthea Kadereit, Maja Schuler, Sara Beckmann und Nina Kirchberger ihren verdienten Applaus ab. Nach einem gemeinsamen „Mary did you know“, hatten die DoReMi-Mitglieder erst mal Pause.

Harmonischer Gesamteindruck

„Gospel groove“ sorgte mit unerschöpflicher melodischer Kraft für Gänsehautmomente und animierte dann wieder zum kräftigen Mitklatschen im Takt und zum Mitsingen, teils a cappella, meist aber begleitet von einer Band, die den Groove voll drauf hatte. Jürgen Nitz spielte Bass und Gitarre, Walter Eberl-Schell am E-Piano, Andrea Winterhalder, deren Saxofonkünste beeindruckten, und Percussion-Spezialist Karsten Schubert, bildeten mit den Sängern eine harmonische Gesamtheit, die das Publikum begeisterte.

Moderator und Bass-Sänger Alexander Popfinger gab die sich in den geistlichen Gospelsongs enthaltene Hoffnung und Zuversicht an die Gäste weiter und zitierte dazu passend Martin Luther King: „Komme was mag, Gott ist mächtig…“ Mächtig daher kam auch das Lied „Power“ mit einem großartigen Solo von Michaela Danziger. Chorleiter Manfred Klein hatte zuvor angekündigt: „Wir lassen den Saal beben“ und erkundigte sich bei Kauferings Bürgermeister Thomas Salzberger, ob die Halle dem Beben standhalten werde.

Erinnerungen an berühmte Sängerin werden wach

Die Dynamik des Gospelgrooves sprang auf die Gäste über und mündete in einen gewaltigen Gemeinschaftschor. „Amazing grace“, mit seiner langen Tradition, wohl das berühmteste Lied, das Gottes Stärke preist, war die inoffizielle Nationalhymne der Cherokee Indianer und wurde beispielsweise von Barack Obama bei der Trauerfeier nach dem Kirchenattentat in Charleston gesungen. Mit ihrem hinreißenden Solopart erinnerte Kerstin Schuler an die einzigartige Stimme von Aretha Franklin, und das war Ergriffenheit pur. Eine Stimme aus dem Publikum drückte aus, was viele dachten: „Ich könnte ihr stundenlang zuhören“.

Der Reinerlös des Benefizkonzerts geht an das Kinderhospiz St. Nikolaus in Bad Grönenbach. Dessen Vorsitzende Kirsten Pallacks bedankte sich und berichtete über die vielfältigen Aufgaben, Betreuung der schwerstkranken Kinder, der Eltern und Geschwister und dabei immer „den Augenblick leben“.

Voll wurde es auf der Bühne, als beim Segenslied „May the Lord God bless you real good“ DoReMi wieder dabei war und die faszinierenden Rhythmen und Vielfalt der Stimmen ergänzte. Es gab bei der Zugabe noch eine ausdrucksstarke, innige Solopassage von Hartmut von Schnurbein beim traditionellen „Amen“.

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