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Thaining

30.11.2017

Ein verstaubter Schatz über der Sakristei

Auf dem Dachboden der Kirche St. Martin fanden sich unter anderem diese Krippenfiguren.
Bild: Gisela Klöck

Auf dem Dachboden der Kirche St. Martin entdecken zwei Thaininger eine unbekannte Krippenkulisse samt alter Figuren. Jetzt werden sie ausgestellt. 

Wie alt die Figuren sind, weiß man (noch) nicht. Und auch nicht, aus welcher Werkstatt sie stammen oder wer sie einst auf dem Speicher verstaute. Trotzdem ist die Freude über einen besonderen Krippenfund in der Thaininger Pfarrkirche St. Martin groß.

Die Überraschung kommt pünktlich zur jetzt bevorstehenden Ausstellung von Thaininger Hauskrippen im Rochlhaus. Auf der Suche nach den früheren Krippenfiguren, die in der Adventszeit in der Pfarrkirche St. Martin aufgebaut wurden, stöberten Alfred Mastaller und Hans Scherer im Speicher des Dachbodens der Kirche. Was sie dabei entdeckten, hat zwar auch mit einer Krippe zu tun, allerdings mit einer ganz anderen, als erwartet. Mastaller und Scherer fanden völlig unerwartet unter einer Zentimeter dicken Staubschicht eine alte, vergessene Krippen-Kulisse. Sie ist opulent gestaltet, zwei Meter breit, mit schönen Säulen und Bögen ausgestattet. Es könnte wohl einst der Rahmen für die Darstellung der Hochzeit zu Kanaa gewesen sein. Oder es handelt sich um den Rahmen für den Abendmahlsaal – da sind sich die beiden „Entdecker“ aus Thaining noch nicht sicher.

In einer unscheinbaren Schachtel

Doch damit war ihre Schatzsuche auf dem Speicher der Kirche noch nicht beendet: In einer unscheinbaren Schachtel kamen zudem zahlreiche Krippenfiguren aus Holz in einem Raum über der Sakristei zu Tage. Mehrere wunderschön gefertigte Engel und einige in prächtigem (wenn auch inzwischen leicht zerschlissenem) Stoff gewandete Persönlichkeiten sind dabei. In Thaining wird derzeit vermutet, dass die Figuren aus dem 18. oder 19. Jahrhundert stammen. Doch die Dachbodenentdeckung wirft noch viele Fragen auf.

Fragen, die nun eventuell bei der Ausstellung im Rochlhaus geklärt werden könnten, wie sich die Veranstalter erhoffen. Denn dabei wird der überraschende Krippenfund nun natürlich präsentiert. „Vielleicht findet sich ja im Rahmen der Ausstellung jemand, der weiß, wo die Kulisse möglicherweise für figürliche Darstellungen biblischer Szenen aufgestellt und was genau dargestellt wurde“, hoffen Mastaller und Scherer. Den jetzigen Krippenstall mit den Tonfiguren kann bei der Ausstellung in Thaining ebenfalls bewundert werden. Dazu gibt es etwa 14 Privatkrippen aus dem Ort zu sehen. Gerade wird im Rochlhaus noch eifrig aufgebaut und hergerichtet.

Die Termine der Ausstellung

Die Krippenausstellung im Rochlhaus Thaining findet am Samstag, 2., und Sonntag, 3. Dezember, sowie Samstag, 9., und Sonntag, 10. Dezember, jeweils von 13 bis 17 Uhr statt. Sonntags können die Besucher von 14 bis 16 Uhr auch bei einer Krippenwerkstatt zuschauen. Der Eintritt ist frei. Der Heimatverein und der Förderverein Rochlhaus betreuen die Veranstaltung.

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