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Schondorf

12.07.2016

Ein „vertikaler Fadenschein“ für Fürstenfeldbruck

Der „vertikale Fadenschein“ ist ein bis zu sechs Meter hohes Objekt von Thomas Lenhart.
Bild: Maren Martell

Schondorfer Künstler Thomas Lenhart mit großem Metall-Objekt im Gerbelpark

Sein horizontaler „Fadenschein“ ist schon länger in den Seeanlagen in Schondorf am Ammersee zu bewundern. Nun schmückt eine viel größere Stahlskulptur des Metallkünstlers Thomas Lenhart den Gerbelpark in Fürstenfeldbruck. An der Kreuzung Augsburger und Maisacher Straße ist sie quasi der Startpunkt für einen neuen temporären Skulpturenpfad. In einem massiven Gerüst hat der Schondorfer Künstler einen einzigen, 300 Meter langen und 1.5 Millimeter starken Edelstahl-„Faden“ – fast endlos erscheinend – eingearbeitet. Das bis zu sechs Meter hohe Objekt nennt er „Vertikaler Fadenschein“.

Es erschließt sich dem Betrachter eigentlich erst dann richtig, wenn man sich mitten hineinstellt und gen Himmel schaut. Dann verändern sich je nach Lichtverhältnissen und Standort die geometrischen Strukturen, die der Stahlfaden imposant bildet.

Der neue Skulpturenpfad ist eine Aktion der Stadt Fürstenfeldbruck, die mit der Durchführung den Kunstverein Haus 10 beauftragt hat. Insgesamt beteiligen sich daran zehn Künstler aus München und dem Umland. So sind unter anderem Arbeiten von Esther Ballatsch, Hilde Seipruth, Hans-Jürgen Vogel, Daniel Huss, Tobias Freude, Iris von Hüne und Maria Pucker vertreten. Alle Objekte stehen überall verteilt auf dem Stadtgebiet. Die Aktion ist auf zwei Jahre ausgelegt. Die Künstler erhalten jeweils ein „Stellgeld“ von 3500 Euro. Die Werke wurden teils extra für den „Skulpturenpfad“ erstellt. Gearbeitet wurde mit ganz unterschiedlichen Materialien: Beton, Holz, Stahl, Stein und Bambus. Jeder Künstler konnte sich seinen Stellplatz vorher aussuchen.

„Hinter meiner Arbeit steht eine spezielle Technik. Man sieht einfach nicht, wie ich es gemacht habe“, erläutert Thomas Lenhart sein imposantes Werk. In Schondorf entstand im vergangenen Jahr ein Skulpturenweg, der den See entlang durch den Wald bis nach Eching geht. Auf einer Strecke von 1,5 Kilometer Länge sind 18 Skulpturen aufgestellt worden, die dort für fünf Jahre stehen können. Lenhart ist hier nicht nur mit seinem „liegenden Fadenschein“ vertreten. Am Eingang des Ammersee-Pfades steht auch noch ein großes Eisentor von ihm. Das Besondere an dem Schondorfer Fadenschein ist die Blickachse über den Ammersee gen Kloster Andechs, in Bruck hingegen nimmt man die Weite des Himmels in Augenschein.

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