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Egling

19.11.2020

Ein wichtiger Schritt zum Sozialen Zentrum in Egling

Zwei neue Gebäude will die Gemeinde Egling im Ortskern errichten. Diese sollen das künftige „Soziale Zentrum“ des Ortes bilden. 
Bild: Julian Leitenstorfer (Archiv)

Plus Der Gemeinderat Egling genehmigt die Planungen für das 3,7 Millionen Euro teure „Soziale Zentrum Dorfmitte“. Das LT informiert darüber, was geplant ist.

Mit dem Neubau des Gemeindehauses an der Hauptstraße 33, gleich neben dem Rathaus, soll in Egling ein neuer sozialer Mittelpunkt des Dorfes entstehen. Das „Soziale Zentrum Dorfmitte“, so der Arbeitsbegriff, kommt nach einer intensiven Beratungs- und Planungsphase im Gemeinderat der Realisierung einen entscheidenden Schritt näher.

Die vom Planer Clemens Becherer vom Architekturbüro Müller-Hahl und Becherer vorgelegte Eingabeplanung wurde durch den Gemeinderat abgesegnet und die Einreichung des formalen Bauantrages durch die Gemeinde einhellig genehmigt. Ein Stück Erleichterung war bei Bürgermeister Ferdinand Holzer spürbar, dass damit ein wichtiger Schritt in Richtung Umsetzung verwirklicht wurde. „Hier wird ein ganz besonderes, nachhaltiges Projekt entstehen, das für die Bürgerschaft einen echten Mehrwert bringen wird“, sagte Holzer im Gespräch mit dem LT.

Egling will Räume für Begegnung schaffen

Auf dem Grundstück an der Hauptstraße sollen künftig zwei Gebäuderiegel stehen, die durch ein Parkdeck und eine Terrassenkonstruktion miteinander verbunden sein werden. Dort auf der Terrasse soll laut Bürgermeister Holzer ein sozialer Begegnungsraum realisiert werden. Das gelte auch für den Vorplatz hin zur Hauptstraße, wo heute der Maibaum und der Dorfbrunnen stehen.

In einem ersten Bauabschnitt soll im westlichen Teil des Grundstückes ein Wohngebäude mit fünf Wohneinheiten entstehen. Deren Größe wird sich an den Vorgaben des sozialen Wohnungsbaus orientieren. Im Untergeschoss sind Funktionsräume und ein Parkdeck vorgesehen, wo zehn von insgesamt 20 Stellplätzen zur Verfügung stehen. Mit einem Baubeginn rechnet Bürgermeister Holzer nicht vor dem Frühjahr 2022.

Post, Café und Praxis sollen einziehen

Erst wenn dieses Gebäude bezugsfertig erstellt wurde, soll das Bestandsgebäude abgerissen werden und durch einen Neubau ersetzt werden. Hier sollen neben einem Senioren- oder Dorfcafé wieder der Eine-Welt-Laden mit der Postfiliale sowie eine Gesundheitspraxis Platz finden. Daneben ist geplant, Räumlichkeiten für eine niederschwellige Kurzzeitpflege zur Verfügung zu stellen.

Der vorgesehene Bereich für die Gemeindebücherei im Sozialen Zentrum sei laut Holzer so konzipiert, dass er zunächst auch zu Wohnzwecken vermietet werden könne. Insgesamt werde sich der Neubau an der Hauptstraße in Lage, Größe und Höhe am Bestandsgebäude orientieren. Äußerlich lehnt sich der neue Baukörper an den traditionellen, lechrainischen Baustil an – ein Wunsch der Mehrheit des Gemeinderats.

Dies, und die verschiedenen Änderungswünsche bezüglich Dachform, Art der Gauben und Fenster war ein stetes Ringen, um Optik und Funktionalität in Einklang zu bringen, ohne dabei die Kosten aus den Augen zu verlieren. Mit rund 3,7 Millionen Euro wird nach Angaben des Bürgermeisters das Gesamtprojekt „Soziales Zentrum Dorfmitte“ zu Buche schlagen.

Die Förderung muss noch geklärt werden

Parallel zum Verfahren der Baugenehmigung werden derzeit durch die Gemeinde die Fördermöglichkeiten über ein kommunales Investitionsprogramm sowie für den reinen Wohnungsanteil über ein Förderprogramm sozialer Wohnungsbau geklärt.

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