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Schondorf

28.05.2015

Eine Basilika für die Feuerwehr

Die Straßenseite des Feuerwehrhauses spielt mit Licht und Schatten und verschiedenen Grautönen, dazwischen befindet sich der rote Aufzugturm.
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Die Straßenseite des Feuerwehrhauses spielt mit Licht und Schatten und verschiedenen Grautönen, dazwischen befindet sich der rote Aufzugturm.
Bild: Gerald Modlinger

Das neue Domizil für die Brandschützer setzt auch einen neuen Akzent für das Ortsbild.

Wohin in den vergangenen Monaten viel Geld geflossen ist, ist seit ein paar Tagen in Schondorf nicht mehr zu übersehen: Zumindest außen sieht das neue Feuerwehrgerätehaus, zu dem die ehemalige Bushalle der Firma Pflügler umgebaut wurde, schon ziemlich fertig aus – und es setzt einen neuen Akzent im Ortsbild.

Wer sich dem Gebäude vom nördlichen Ortseingang auf der Greifenberger Straße nähert, dem fallen vor allem der rote Turm (darin befindet sich der bereits in der Bushalle vorhandene Aufzug) und die verschiedenen Grau-Töne auf und die Westseite des Gebäudes macht nicht nur auf Bürgermeister Alexander Herrmann den Eindruck einer „Basilika“. Den früheren Pultdach-Versatz hat Architekt und Kommandant Florian Gradl zu einem Satteldach mit beiderseitigen Pultdach-Anbauten umgestaltet – eben wie eine Basilika mit hohem Hauptschiff und zwei niedrigeren Seitenschiffen. „Die Feuerwehr muss auch präsent sein“, macht Bürgermeister Herrmann die architektonische Aussage deutlich, präsent sein, um auch weiterhin Feuerwehrleute gewinnen zu können. Und er hoffe, dass nicht zuletzt dieses neue Feuerwehrhaus dazu einen Beitrag leistet. Die Jahrzehnte, in denen die Feuerwehr seit 1972 praktisch im Keller beheimatet war, hätten der Attraktivität jedenfalls geschadet, ist Herrmann überzeugt.

Das neue Gebäude (Kostenrahmen 1,6 Millionen Euro), das lässt bereits der Rohbauzustand erkennen, macht nicht nur optisch Eindruck, es bietet auch viel Raum. Werkstatt-, Schlauchpflege- und Lagerflächen sind im Keller zu finden, darüber in der Fahrzeughalle vier Stellplätze und künftig die Spinde der Aktiven. Im oberen Stock ist Raum für all das, was nach Vorstellung Herrmanns und Gradls auch dem Feuerwehrwesen dienen soll. „Gemeinschaft muss man auch irgendwie pflegen“, sagt dazu der Bürgermeister, und führt durch das künftige Feuerwehrstüberl, das sich durch eine zu öffnende Zwischenwand zu einem Schulungssaal erweitern lässt. Er zeigt auf einen Raum für die Feuerwehrjugend, Besprechungs- und Vereinszimmer und Büros. Er knüpft daran die Erwartung, dass im Feuerwehrhaus in Schondorf auch mal so viel los sein wird jetzt beispielsweise in Dießen.

Möglich wird dies ab Herbst sein. Bis dahin sollen alle Innenausbau- und Installationsarbeiten fertig sein. Termin für die Einweihung ist der 24. Oktober. In den Sommerferien – weil dann nicht so dichter Busverkehr herrscht – soll auch der Vorplatz gebaut werden. Dafür wird die Straße am Bahngleis etwas zu den Schienen hin verschwenkt. Dann werden auch noch Restarbeiten an der Fassade erledigt: Dachrinnenanschlüsse, Beleuchtung und Fluchttreppe. Und natürlich wird auch noch ein Florian angebracht. Passend zum Stil des Hauses aber nicht als Lüftlmalerei, es gebe bereits die Idee, eine Florian-Silhouette aus Blech an der Fassade anzubringen, verrät der Bürgermeister. Nicht so schnell verschwinden wird derweil die Mobilfunkantenne. Der Vertrag, den der Voreigentümer geschlossen hatte, laufe noch rund zehn Jahre, so Herrmann.

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