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Neuwahlen

08.02.2015

Eine Frau führt die Bruderschaft

Gertraud Bramböck, Vorsitzebnde,  und Karl Matheis, der neu gewählte 2. Vorsitzende der Bauernbruderschaft Landsberg.
Bild: Ludwig Herold

Gertraud Gamböck folgt auf Thorsten Poth. Karl Matheis ist Stellvertreter

Die bereits 1452 gegründete Bauernbruderschaft Landsberg wird heuer von Gertraud Bramböck angeführt. Zu deren Stellvertreter wählte die Bruderschaft auf ihrem Jahrtag Karl Matheis. Dass mit Gertraud Bramböck an der Spitze eine Frau steht, ist dabei nicht neu. Denn in den Reihen der mittlerweile einzigen noch bestehenden Bruderschaft Landsbergs befinden sich seit Generationen auch weibliche Mitglieder.

Nach dem Gedenken an die verstorbenen Mitglieder listete der bisherige Vorsitzende Thorsten Poth die 2014 organisierten Veranstaltungen auf. Allen voran die Bruderschaftsmesse am Jahrtag für verstorbene Mitglieder, gefolgt vom Sebastian-Umzug, aber auch die von 70 Personen durchgeführte Fuß-Wallfahrt nach Andechs, der Flurumgang an Christi Himmelfahrt sowie die Fronleichnamsprozession durch die Altstadt Landsbergs und schließlich die Segnung des neuen Feldkreuzes an der Ummendorfer Straße. Nach dem Jahres- und Kassenbericht erteilten die Mitglieder dem Vorsitzenden auf Vorschlag des Kassenprüfers Karl Nusser die einstimmige Entlastung. Unter dem Tagesordnungspunkt „Verwendung der Spenden“ empfahl Poth, 400 Euro für die Restaurierung des mit wertvollen Stickereien ausgestatteten Bauernornats aus der Barockzeit zur Verfügung zu stellen. Überdies ersuchte Herbert Freischle die Versammlung um eine Spende für die Beschilderung der auf zwölf Säulen errichteten Kirche „Zu den Heiligen Engeln“. Um diese Architektur optisch zu unterstützen, schlug er vor, jede Apostelsäule mit je einem Namen der zwölf Jünger Jesu zu beschriften. Die Kosten dafür die Namenschilder bezifferte Freischle auf rund 500 Euro. Bevor die Versammlung dazu ihr Einverständnis geben konnte, meldete sich das Bruderschaftsmitglied Veronika Döring mit dem Hinweis, dafür die Kosten zu übernehmen. Mithin blieben der Bruderschaft allein die genannten 400 Euro als Spende für das über 260 Jahre alte Priestergewand. Vorsitzender Poth: „Dafür können wir dann nächstes Jahr eine größere Spende für die Sanierung des Bayertores zur Verfügung stellen.“

Nach der einstimmigen Wahl von Karl Matheis zum Zweiten Vorsitzenden verabschiedete sich Thorsten Poth (Besitzer von 19 Bienenvölkern) mit einem Lichtbildervortrag zum Thema: „Die Honigbiene, landwirtschaftliches Nutztier, ihre Entwicklung und Gefährdung durch die moderne Monokultur, Pflanzenschutzmittel und die Varroamilbe“. Der Versammlung vorausgegangen war ein Gottesdienst am Bruderschaftsaltar von Mariä Himmelfahrt. Die Messe wurde vom Landfrauenchor musikalisch gestaltet.

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