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VR-Banken

13.02.2015

Eine Fusion in Rekordzeit

Auf eine gemeinsame Zukunft, über die allerdings erst die Mitglieder noch entscheiden müssen: (von links) Hans-Jürgen Rehberger, Franz Maisterl, Stefan Jörg und Christian Wolf. 

Nach dem Süden soll nun auch der nördliche Landkreis Landsberg den Zusammenschluss zweier Genossenschaftsbanken erleben. Mitglieder entscheiden in knapp drei Monaten

„Das Ganze ist mehr, als die Summe seiner Teile“. Gemäß diesem Zitat haben die größte und die kleinste Genossenschaftsbank im Landkreis Landsberg ihre Fusionsabsichten bekannt gegeben. Damit sollen nicht nur zwei Banken zusammengelegt, sondern „die neue größere VR-Bank im Landkreis noch stärker und leistungsfähiger für die Menschen in der Region werden“.

Mehr Stärke und mehr Leistungsfähigkeit, das sind die Beweggründe einer weiteren, der zweiten geplanten Fusion im Bankensektor des Landkreises. So wollen künftig die VR-Bank Landsberg-Ammersee und die Raiffeisenbank Weil und Umgebung einen gemeinsamen Weg beschreiten. Mit der Geschäftsstelle in Schwabhausen ist die VR-Bank Landsberg-Ammersee bereits seit vielen Jahren für Kunden der Großgemeinde Weil vor Ort erreichbar und seit einiger Zeit sogar mit zwei Filialen vertreten. Vor mehr als zwei Jahren wurden weitreichende Kooperationen, unter anderem für die Bargeldversorgung oder Konsortialkredite, geschlossen. Durch diese Zusammenarbeit, sowie einer Intensivierung der guten nachbarschaftlichen Kontakte auf Vorstandsebene, entstand schließlich der Wille, zukünftig gemeinsam als eine große VR-Bank im Landkreis Landsberg zu agieren.

„Wir fusionieren absolut auf Augenhöhe“, eröffnete Franz Maisterl, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank Weil und Umgebung das Gespräch. Dass das angesichts der unterschiedlichen Bankgrößen möglich ist, liegt an den Menschen. „Natürlich sind wir hier der kleinere Partner“ so Vorstandsmitglied Christian Wolf, aber wir begegnen uns seit den ersten Gesprächen menschlich mit großem Respekt.“ Und um Menschen gehe es, verdeutlicht der Vorstandsvorsitzende der VR-Bank Landsberg-Ammersee, Stefan Jörg: „Eine Fusion geht nur mit den Menschen, die es betrifft: Die Mitarbeiter, die Mitglieder und natürlich auch die Kunden“ Dass die Mitarbeiter beider Häuser diese Fusion nicht nur mittragen, sondern sie auch wirklich wollen, liest man vor Ort allein schon am Einsatzeifer in beiden Häusern ab. „Wir wollen eine Fusion in Rekordzeit verwirklichen“ so Jörg weiter. Wo andere ein Jahr zur Vorbereitung benötigen, wollen das die Weiler und Landsberger Banker in sechs Monaten schaffen. „Dabei ist es jedoch arbeitsmäßig unerheblich, wie groß eine Bank ist“, erklärt Hans-Jürgen Rehberger, Vorstandsmitglied der VR-Bank Landsberg-Ammersee. „Rund 1500 Punkte müssen geprüft und abgearbeitet werden.“ Deshalb wurde auch bereits ein Projektteam aus Mitarbeitern beider Banken gebildet, das in den nächsten Monaten alle Punkte abarbeiten wird.

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„Wir haben die gleiche Geschäftsphilosophie“ so Maisterl. Mit dem Gesundheitszentrum in Weil lebt die dortige Bank das „Mehr als Bank“ bereits seit vielen Jahren. Neben den Bankräumen befinden sich im Gebäude auch eine Apotheke, ein Zahnarzt, ein Allgemeinarzt sowie eine Physiotherapie-Praxis. Dasselbe Prinzip verfolgt auch die VR-Bank Landsberg-Ammersee, insbesondere mit ihrem neuen VR-Bank-Haus in der Landsberger Altstadt. Auch dort finden die Kunden mit einem Lokal sowie Ausstellungs- und Veranstaltungsräumen mehr als „nur“ eine Bank.

Gerade diese gemeinsame Strategie ist es, die beide Banken auch in Zukunft leben und ausbauen wollen. Die jetzige Geschäftsstelle der Raiffeisenbank Weil soll modernisiert und ausgebaut werden. Sie wird dann die Hauptgeschäftsstelle der neuen VR-Bank Landsberg-Ammersee für den gesamten Marktbereich der Großgemeinde Weil.

Auf insgesamt sechs Marktbereiche mit den Hauptgeschäftsstellen Landsberg, Dießen, Kaufering, Schondorf, Penzing und Weil erstreckt sich das Gebiet der VR-Bank Landsberg-Ammersee. In jedem dieser Marktbereiche erhalten die Kunden alle Leistungen einer modernen VR-Bank. „Der Grund für diese dezentrale Struktur liegt ganz einfach in der großen Bedeutung der Nähe zur Region und den Menschen die hier leben“, so Stefan Jörg. Franz Maisterl ergänzt: „Und wir alle wollen, dass das auch so bleibt“.

„Selbstverständlich werden alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter uneingeschränkt weiter in der neuen Bank beschäftigt“ so Christian Wolf. „Wir haben das Wachstum der vergangenen Jahre fast ohne zusätzliches Personal geschafft und freuen uns jetzt auf die Verstärkung durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Weil“, so Hans-Jürgen Rehberger weiter.

Besonders wichtig ist allen vier Vorständen das Bekenntnis zum Landkreis und zur Region. Stefan Jörg sprach es für alle aus: „Wir arbeiten im Landkreis Landsberg, hier treffen wir unsere Entscheidungen und hier fördern und unterstützen wir vor Ort.“

Bereits in knapp drei Monaten werden die Vertreter- beziehungsweise die Mitgliederversammlung über den Zusammenschluss entscheiden. Den Kunden der neuen größten VR-Bank im Landkreis Landsberg würden dann insgesamt 20 Geschäftsstellen sowie fünf Automatenstandorte zur Verfügung stehen.

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