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Dießen

18.10.2017

Eine Fußgängerzone auf Probe

Wie eine Fußgängerzone in Dießen – probeweise – umgesetzt werden kann, soll nun geprüft werden. Im Bild ist die Mühlstraße zu sehen.

Wie die Idee in Dießens Ortsmitte im Sommer umgesetzt werden könnte, wird jetzt geprüft. Es geht vor allem ums Parken, um die Beschilderung und um die Anwohner.

Wie könnte eine Fußgängerzone in Dießen aussehen? Eine Bürgergruppe um den ehemaligen Gemeinderat Franz Sanktjohanser und der örtliche Gewerbeverband hatten im Juli beantragt, an den Wochenenden im Sommer eine Fußgängerzone auf Probe in der Dießener Mühlstaße und am angrenzenden Untermüllerplatz einzurichten.

Ein erstes Beratungsgespräch fand statt

Der Marktgemeinderat stimmte dem zu und beauftragte die Verwaltung mit der Planung. Inzwischen hat ein Beratungsgespräch mit der PSLV Planungsgesellschaft Stadt-Land-Verkehr GmbH in München stattgefunden. Daraufhin vergab das Ratsgremium bei der jüngsten Zusammenkunft den Auftrag für die Planung an das Verkehrsplanungsbüro.

Wie eine Fußgängerzone in Dießen – probeweise – umgesetzt werden kann, soll nun geprüft werden. Konkret geht es in erster Linie darum, eine entsprechende Beschilderung zu entwickeln und deren Standorte festzulegen, Anwohner zu informieren und Parklizenzbereiche zu schaffen.

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Der Planung vorangehen soll ein Informationsgespräch mit Vertretern des beauftragten Büros und den Fachabteilungen der Dießener Verwaltung. Ob noch in diesem Jahr mit einem Ergebnis gerechnet werden kann, ist unklar.

An den Sommerwochenenden

Laut Abstimmung des Marktgemeinderats im Juli ist vorgesehen, den Verkehr jeweils von Samstag, 13 Uhr, bis Sonntag, 20 Uhr, aus dem Zentrum der Marktgemeinde herauszuhalten. Aktuell geht man von einer Testphase von einem Jahr aus. Beim ersten Gespräch mit Vertretern von PSLV sei angeklungen, dass ein Probebetrieb in einer Sommersaison zu wenig sei, um vernünftige Ergebnisse zu erzielen, erläuterte Geschäftsleiter Karl Heinz Springer von der Marktgemeinde auf Anfrage.

Genaueres könne man jedoch erst nach einer Testphase im Sommer sagen. Dann stehe fest, ob die vorliegenden Kenntnisse ausreichten. Das Ratsgremium beauftragte das Fachbüro im Zuge der Planung der probeweisen Fußgängerzone auch mit der Planung eines Parkleitsystem.

 Damit soll der Parksuchverkehr im Ortszentrum – und auch in der Mühlstraße und am Untermüllerplatz – eingedämmt werden. Zudem nehmen die Planer den Schleichverkehr im Bereich von Fischerei und Bahnhofstraße in den Blick. Dort wird häufig gefahren, um dem Stau auf der Ortsdurchgangsstraße zu entkommen. Das soll unterbunden werden.

Einbahnregelung in der Mühlstraße?

Marktgemeinderatsmitglied und Gewerbereferent Thomas Hackl (Freie Wähler) bat in der jüngsten Sitzung darum, auch eine Einbahnregelung in der Mühlstraße zu prüfen. Mit der Fußgängerzone auf Probe gebe es keine detaillierten Erkenntnisse über den Verkehr unter der Woche, erklärte er.

 Bürgermeister Herbert Kirsch (Dießener Bürger) erinnerte, dass im Rahmen des Bürgerbeteiligungsverfahrens ermittelt worden sei, dass dies nicht sinnvoll sei. Er will das Ergebnis jedoch noch einmal anfordern und kommunizieren.

Die Kosten für die Auftragsvergabe belaufen sich voraussichtlich auf rund 15000 Euro für die Planung der temporären Fußgängerzone und des Parkleitsystems. Ob die Kosten durch Mittel aus der Städtebauförderung gesenkt werden können, ist noch nicht bekannt. Eine Stellungnahme der Regierung von Oberbayern liegt noch nicht vor.

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