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16.07.2010

Eine Lösung für die Schwaighofkreuzung

Zwischen das frühere Minimal-Gebäude (links) und das Wirtshaus am Lech (rechts) soll die Einmündung der Schwaighofstraße verlegt werden. Foto: Thorsten Jordan
Bild: Thorsten Jordan

Landsberg Auf der Schwaighofkreuzung trifft der Verkehr aus allen vier Himmelsrichtungen zusammen - Probleme beim Abbiegen, Einfahren oder Überqueren sind an der Tagesordnung. Dieses Thema beschäftigt die politischen Gremien der Stadt auf Raten seit 1990, doch ohne greifbares Ergebnis. Jetzt sieht es nach einer Lösung aus: Die Kreuzung soll in einem sogenannten Rechtsversatz umgebaut werden.

Dabei wird der Einmündungsbereich der Schwaighofstraße in die Augsburger Straße um 35 Meter nach Norden verlegt. Und der Fußgängerüberweg in der Augsburger Straße wird ebenfalls um einiges nach Norden verschoben. Weichen müssen dieser etwa 180 000 Euro teuren Baumaßnahme, durch die der Verkehr entzerrt werden soll, drei große Kastanienbäume: "Es geht nicht anders", signalisierte Hans Huttenloher, Leiter des Tiefbauamts der Stadt, den Mitgliedern des Bauausschusses den Entwurf, der nach seiner Meinung in einer Zeit von höchstens acht Wochen umgesetzt werden kann. Das soll, wenn das Vorhaben auf dem weiteren Verfahrensweg eine Mehrheit findet (im Bauausschuss waren drei Räte dagegen) möglichst bald sein, so OB Ingo Lehmann: "Auf jeden Fall aber noch, bevor wir mit dem Umbau des Hauptplatzes beginnen, denn sonst geht ja gar nichts mehr."

Noch vor dem Hauptplatzumbau

Huttenloher wurde schließlich vom Bauausschuss beauftragt, die Planung weiter zu entwickeln, dies einschließlich Kostenschätzung und Bauzeitenplan. Wie bekannt wurde, kann der Umbau unter laufendem Verkehr vorgenommen werden. Während Petra Kohler-Ettner von einem "optimalen" Entwurf sprach und CSU-Fraktionskollegin Barbara Moser ein "Das finde ich auch gut" einwarf, glaubt Christoph Jell (Landsberger Mitte) nicht, dass die Stadt spätestens nach dem Umbau des Hauptplatzes um einen Kreisverkehr herumkommen werde. Für Traudl Lüßmann (Grüne) wäre der Umbau keine Verbesserung. Und Reinhard Skobrinsky (BAL), der in der Vergangenheit mehrmals ohne Erfolg um einen Kreisverkehr an der Schwaighofkreuzung gekämpft hat, ist nun überzeugt, dass es trotz Umbau nicht ohne eine Ampelanlage gehen wird.

Eine Lösung für die Schwaighofkreuzung

Die erneuten Bemühungen um eine Verbesserung der Verkehrssituation auf der Kreuzung waren durch einen Antrag von Dr. Benedikt Ball (CSU) vom Februar 2009 in Gang gekommen. Demnach sollte testweise eine Signalanlage aufgestellt werden, die alle Verkehrsabläufe im Umfeld der Kreuzung steuert - Fußgängerampel an der Augsburger Straße mit dem Vorsignal an der Sandauer Brücke inklusive.

Schleichverkehr befürchtet

Aus mehreren Gründen war dies nach Ansicht der Bauverwaltung nicht umsetzbar. So habe sich bei Verkehrszählungen, zuletzt im Oktober 2008, gezeigt, dass auf der Augsburger Straße und auf der Sandauer Brücke bis zu dreimal mehr Autos unterwegs sind als in den einmündenden Straßen. Dies habe dann zur Folge, dass der Verkehr in der Schwaighof- und Von-Kühlmann-Straße lange "Rot" habe, um Rückstaus auf den verkehrsreicheren Straßen zu vermeiden. Dazu komme eine lange "Gelb"-Phase, die notwendig sei, um die Kreuzung zu räumen. Dadurch seien aber Staus in der Schwaighofstraße und Schleichverkehr durch die die Weiher- und Adam-Vogt-Straße zu befürchten. Deshalb kommt der Leiter des Tiefbauamts zu folgendem Fazit: Die Verkehrssicherheit könne durch eine Ampelanlage auf jeden Fall verbessert werden, der Verkehrsfluss werde jedoch im Vergleich zum jetzigen Zustand deutlich schlechter.

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