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Rott

21.04.2019

Eine Pelletsheizung für das neue Ärztehaus

Bald wird hier die Umbauarbeiten an der Alten Schule in Rott beginnen.
Bild: Julian Leitenstorfer Photographie

Was in Rott bei der Wahl des neuen Systems eine Rolle gespielt hat.

Welcher Heizungstyp soll im neuen Ärztehaus, alten Schulhaus und in der Apotheke in Rott für Wärme sorgen? Darüber hatte sich Gemeinderat Volker Fritz Gedanken gemacht und zeigte in einer Präsentation in der Gemeinderatssitzung die Varianten auf. Nach Auskunft des für das Projekt beauftragten Fachplaners wird eine Heizleistung von 70000 Kilowattstunden pro Jahr benötigt. Da es sich bei dem Komplex um einen Alt- sowie einen Neubau handelt, müsse das Heizsystem beidem gerecht werden. Die Gemeinderäte entschieden sich mit 10:2 Stimmen für die Variante einer Pelletsheizung.

Volker Fritz stellte die Brennwerttechnik vor sowie Blockheizkraftwerke, die teuer sind, jedoch auch Strom erzeugen können. „Blockheizkraftwerke sind für diesen Bau nicht interessant“, so Fritz. Auch Wärmepumpensysteme hatte er geprüft. Sein Fazit: „Mit Wärmepumpen allein lässt sich das Gebäude nicht beheizen. Wir bräuchten einen zweiten Wärmeerzeuger, zum Beispiel Pellets.“ Pellets wären zwar ein CO2-neutraler, ökologischer Brennstoff. Allerdings hätten sie nur die Hälfte des Brennwertes von Heizöl. Nachteilig seien auch der große Lagerraum sowie hohe Investitions- und Betreiberkosten.

Fritz betrachtete sowohl die Investitions- als auch die Betriebskosten für die Varianten Öl- und Gasheizung, Pellets sowie zwei Wärmepumpen-Varianten in Kombination mit Gasheizung. Verlockend zeigten sich nach wie vor die günstigen Anschaffungskosten einer Ölheizung. Bei den Wartungskosten schnitt die Gasheizung am günstigsten ab. Bei den Energiekosten punkteten die Wärmepumpenvarianten. Favorit war eine Kombination aus Wärmepumpe (60 Prozent) und Gasheizung (40 Prozent). „Die Anschaffung hätte sich in zehn Jahren amortisiert“, sagte Volker Fritz. Käme zusätzlich eine Fotovoltaikanlage aufs Dach, wäre die Amortisationszeit noch zwei Jahre kürzer. Bei der Anschaffung von Wärmepumpen sei zudem ein Zuschuss von 5000 Euro zu erwarten.

Bürgermeister Qurin Krötz gab zu bedenken, dass die Gemeinde Vorbildfunktion habe. Er sprach sich gegen eine reine Öl- oder Gasheizung aus. Insbesondere da es sich um ein Mietobjekt handele, sei aber auch auf Wirtschaftlichkeit zu achten. Sowohl der Fachplaner als auch der Architekt hätten eine Pelletsheizung vorgeschlagen. Pellets sind laut Krötz, in Kombination mit einer Ölheizung, auch in der Rotter Schule im Einsatz.

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