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Utting

12.06.2019

Eine Schamanin und eine Gastronomin in Utting

Ursula Philomena Breitenhuber (Caféleitung, links) und Stefanie Heiß (Schamanin/Inhaberin) betreiben das Café Avalon in Utting.
Bild: Thorsten Jordan

Das Café Avalon in Utting bietet nicht nur Essen, sondern auch einen Ruheort. Erholung vom Alltag ist das Motto.

In den Räumen der ehemaligen Bäckerei Ratzinger in Utting gibt es seit Kurzem ein neues Café, das Genuss mit Spiritualität verbindet: das Avalon am Ammersee, direkt am Dorfbrunnen gelegen – und auf einer Kraftlinie. Das sagen zumindest Inhaberin Stefanie Heiss und Ursula Philomena Breitenhuber, die für die Gastronomie zuständig ist. Die Kraftlinie verbinde die Kraftorte Kloster Grafrath, Keltenschanze Utting und Kloster Andechs.


Einfach mal Kraft tanken

Um diese Kraft zu tanken, zu sich zu kommen, Erholung vom Alltag zu finden und Stille erleben zu können, hat Heiss in sechsmonatiger Arbeit zusammen mit Helfern zusätzlich zum Café im rückwärtigen Teil des Hauses einen Raum geschaffen – genannt, das Paradies. Finden keine Seminare statt, ist der Raum auch für Gäste des Cafés zugänglich. Stefanie Weiß ist 38 Jahre alt, hat Wirtschaftsrecht studiert, sich in Kinesiologie ausbilden lassen und zwei schamanische Ausbildungen genossen.

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Die Liebe zur Natur

Schamanismus ist eine uralte Bezeichnung für eine Glaubensvorstellung oder spirituelle Praktiken. Schamanen sehen eine sehr enge Beziehung zwischen Körper, Geist und Seele und lassen ihre Liebe zur Natur und zu den Menschen in ihre Arbeit einfließen.

Eine Art von Baum mit breitem Stamm

Wer den kirchenähnlichen, etwa 60 Quadratmeter großen Raumbetritt, sieht zunächst eine Art Baum mit breitem Stamm, der seine Zweige über den Himmel verästelt, beleuchtet mit Hunderten von Lichtlein. Der Boden ist weich, Felle laden zum Ruhen ein. In kleinen Lagerfeuern flackert „elektrisches“ Feuer. Die Wände, gestaltet von einer Graffitikünstlerin aus München, suggerieren einen ruhigen Wald und einen Wasserfall. Zwischen Baumstämmen lugt sogar neugierig ein Eichhörnchen hervor. Inzwischen haben einige gut besuchte Veranstaltungen dort stattgefunden. Das „Paradies“, aber auch kleinere, abgeschlossene Räume wie das Mond- oder das Sternenzimmer, können auch angemietet werden.

„Das Avalon wurde von Anfang an gut angenommen, und zwar von Einheimischen und von Touristen“, freut sich Breitenhuber. Der Mittagstisch wird schnell zubereitet und kann auch mitgenommen werden. „Wir wollen damit auch zum Beispiel Handwerkern eine Alternative zu Schnitzelweck und Leberkässemmel bieten.“ Täglich stehen eine Suppe, zwei Gerichte, diverse Salate und auch vegane oder vegetarische Gerichte auf der Speisekarte. Die Zutaten sind bio, der Kuchen wird mit Dinkelmehl gebacken, sodass auch Menschen mit Unverträglichkeiten eine breite Auswahl finden. „Jeder, der rein kommt, gehört sofort dazu.“ Dafür sorgt auch Breitenhuber mit ihrem unkomplizierten „Du“.

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