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Landsberg

30.01.2019

Eine Schwabmünchnerin in Hollywood und bei Snowdance

Festivalchef Tom Bohn im Gespräch mit Anna Julia Kapfelsperger (rechts), die als „Anna Alva“ den Kurzfilm „Beef Wellington“ gedreht hat.
Bild: Thorsten Jordan

Sie drehte schon mit Til Schweiger und Veronica Ferres: Anna Julia Kapfelsperger überzeugt beim Snowdance-Filmfestival in Landsberg mit einem gruseligen Kurzfilm.

Vor fünf Jahren hat alles als Geheimtipp in der damaligen Licca Lounge angefangen. Die Kurzfilme des Snowdance Independent Filmfestivals füllen aber inzwischen auch den Theatersaal und sind zum Publikumsmagnet geworden. Vor allem die „Black Shorts“ hatten es den Zuschauern angetan. Böse und mit schwarzem Humor versehen, lockten die Kurzfilme viele Besucher an. Besonders drastisch war dabei der Film der Schauspielerin Anna Julia Kapfelsperger, die aus Schwabmünchen stammt. Denn „Beef Wellington“ wird wohl nach dem Film keiner mehr so schnell essen wollen.

Die 33-jährige Schauspielerin spielte bereits gemeinsam mit Til Schweiger in „Kokowääh“ und war in Produktionen wie „Unter deutschen Betten“ mit Veronica Ferres zu sehen. Ihr Filmdreh war „eine aufregende Zeit“, sagte sie Festivalchef Tom Bohn im Interview im Landsberger Stadttheater.

Kapfelsperger drehte ihren Film in Los Angeles

Am ersten von vier Kurzfilmabenden hatten die Zuschauer gleich Sympathie für eine schwarze Katze, die in einem Zeichentrickfilm die entscheidende Rolle in einem Liebesdrama spielte. In der Publikumsgunst ganz oben stand aber ein sehr endzeitlicher Taxifahrer in „Night Shift“ aus Russland (Ruslan Sorokin).

Richtig böse wurde es dann in „Beef Wellington“, als eine junge Frau einem Mörder ein Ende bereitete, mit dem niemand gerechnet hatte. Die bayerische Schauspielerin Anna Julia Kapfelsperger (Anna Alva) trat hier als Produzentin auf. Sie hatte diese bitterböse Geschichte in den USA gedreht. Sie spielt darin auch die Hauptrolle: eine junge Frau, die sich in jeder Situation zu behaupten weiß – jenseits aller Moralvorstellungen. Kapfelsperger ist eine Koch-Schülerin, die für ihr Abschluss-Essen ein Beef Wellington zubereitet. Bis ein Serienkiller uneingeladen zum Essen kommt.

Ihre Ausbildung zur Produzentin hat sie in Babelsberg gemacht

Zu Hause ist die Schauspielerin inzwischen in Berlin oder Hollywood, besucht aber häufig noch ihre Eltern in der Heimat. Und die Schauspielerin hat sich Potsdam-Babelsberg zur Produzentin ausbilden lassen. Ihre Produktionspartnerin in Los Angeles (dort wurde „Beef Wellington“ gedreht) ist Luise Fancey Mirren, eine Verwandte von Helen Mirren, erfährt man im Hollywood Block von Claudia Oberst.

Wer weitere Kurfilme miterleben will, hat am heutigen Donnerstag ab 20 Uhr im Stadttheater die Gelegenheit dazu. Die „Epic Shorts“ beenden dann die Reihe mit den kleinen Meisterwerken mit schrägem Humor.

Lesen Sie auch unseren Bericht von der Eröffnung: Snowdance Filmfestival: Ein lockerer Plausch mit den Stars

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