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08.06.2009

Eine Skulptur für Sternenkinder

Finning (sr) - 19 Kinder und Jugendliche aus Finning werden demnächst in Utting das Sakrament der Firmung empfangen. In der Vorbereitungszeit sollten sie auf Anregung von Gemeindepfarrer Richard Rietz einige Projekte gestalten, die der Gemeinschaft in der Pfarrei zugutekommen. Sie gestalteten einen Seniorennachmittag im Gasthaus Leicher mit selbst gebackenem Kuchen und Kaffee.

Ein Ort für die Trauer

Als weiteres Projekt wollten die Kinder eine Skulptur gestalten, die an der Sebastianskapelle neben dem Gedenkstein für die Sternenkinder der Pfarrei stehen sollte. Dieser Stein war erst im vergangenen Jahr aufgestellt und geweiht worden für Kinder, die nicht auf die Welt kommen durften oder die bereits im Mutterleib gestorben sind. Denn die Eltern der Sternenkinder sind oft allein gelassen in ihrer Trauer, sie hatten keinen Ort, an dem sie von ihrem ungeborenen oder tot geborenen Kind Abschied nehmen konnten und trauern können.

Diesem Platz wollten die Firmlinge etwas mehr Wärme und Farbe angedeihen lassen. Herausgekommen sind am Ende vier Vogelhäuser und eine Stele in wunderschönen leuchtenden Farben. Zunächst hatten die Firmlinge gemeinsam mit Altbürgermeister Josef Degle und Gerhard Fankhaenel die Vogelhäuser gezimmert. Später wurden sie in mehreren Sitzungen gemeinschaftlich mit viel Hingabe bemalt.

Eine Skulptur für Sternenkinder

Vor Kurzem wurden die Häuser und die Stele nach einem Gottesdienst für die Sternenkinder neben der St. Sebastianskapelle in Oberfinning aufgestellt, von Pfarrer Richard Rietz gesegnet und ihrer Bestimmung übergeben. Die Firmlinge verlasen ihre Gedanken und Wünsche für die Sternenkinder und ihre Eltern und zündeten mit allen Gästen "Sterndlwerfer" an.

Ein kurzer Besuch auf dieser Welt

Die Vogelhäuser sollen Symbol sein für die Welt. So wie Vögel ein Vogelhaus anfliegen, kurz dort verweilen und es wieder verlassen, haben die Sternenkindern unserer Welt einen kurzen Besuch abgestattet und sie wieder verlassen. "Sie durften nicht leben, aber ihre Existenz hatte trotzdem einen tieferen Sinn", sagte Pfarrer Rietz, der den Firmlingen, allen Mitwirkenden und insbesondere Veronika Löbhard-Steber dankte, die das Projekt maßgeblich mit vorbereitet hatte. Er wünsche sich, dass Eltern und Geschwister der Sternenkinder diesen schön gestalteten Platz nun noch öfter aufsuchen als bisher und dass auch die Firmlinge immer wieder gern an diesen Platz zurückkehren, sagte Pfarrer Rietz.

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