Newsticker

Corona-Zahlen auf Mallorca steigen - Reisewarnung möglich
  1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Eine ideale Form der Nachwuchsförderung

Bad Wörishofen/Landsberg

04.04.2018

Eine ideale Form der Nachwuchsförderung

Beim Festival der Nationen spielt die Landsbergerin Eliane Abe im Orchester mit.
4 Bilder
Beim Festival der Nationen spielt die Landsbergerin Eliane Abe im Orchester mit.

Das Festival der Nationen in Bad Wörishofen ist ein musikalischer Höhepunkt in der gesamten Region. Auch Landsberger gehen gerne dorthin.

Die Landsberger haben ein großes Kulturprogramm und sind sehr aktiv in der Förderung des musikalischen Nachwuchses. Eine hervorragende städtische Musikschule sorgt unter anderem dafür. Und diese Musiker treten nicht nur in Landsberg auf, sondern auch mal im Nachbarlandkreis in Bad Wörishofen. Kinder und Jugendliche sollen dort bereits in jungen Jahren mit klassischer Musik in Berührung kommen und durch die Begegnung mit international renommierten Solisten, Orchestern und der jungen Weltelite einen bleibenden Eindruck erhalten. Das ist das Ziel von Werner Roch, der für die Organisation verantwortlich ist.

Eine Landsbergerin im Orchester

Diese „Festivalfamilie“ trifft sich vom 28. September bis zum 6. Oktober in Bad Wörishofen. Inzwischen treten dort nicht nur Landsberger wie die Kontrabassistin Eliane Abe (sie durfte mit David Garrett spielen und spielt auch heuer wieder im Festivalorchester) auf, sondern das Programm lockt auch viele Landsberger nach Bad Wörishofen. Ulli Stegmeir, früher Gastronom in Landsberg, hat hier noch viele Freunde und lädt sie gerne nach Bad Wörishofen ein. „Ich bin ein großer Fan des Festivals und finde die Idee, junge Musiker mit großen Künstlern zusammenzubringen, grandios. Das ist eine hervorragende Unterstützung des musikalischen Nachwuchses.“ Und: man könne große Stars hautnah erleben. Einen davon am 22. September. Jonas Kaufmann ist in einem Sonderkonzert zu hören, das bereits ausverkauft ist. Der Tenor tritt mit Helmut Deutsch am Klavier an diesem Liederabend auf.

Größen wie Nigel Kennedy und Jonas Kaufmann kommen

Kaufmann stammt aus München. Dort absolvierte er sein Gesangsstudium. Nach seinen ersten Bühnenjahren am Staatstheater Saarbrücken und Engagements in Stuttgart, Frankfurt, Hamburg und Mailand ging er 2001 an die Oper in Zürich. Von dort aus begann seine internationale Karriere, mit Auftritten bei den Salzburger Festspielen, an der Lyric Opera Chicago, der Pariser Oper, der Covent Garden Opera in London, der Mailänder Scala, der Deutschen Oper und der Staatsoper in Berlin, der Wiener Staatsoper und der Met in New York.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Am Freitag, 28. September, um 19.30 Uhr (Eröffnungskonzert) und am Samstag, 29. September, um 20 Uhr spielt Hélène Grimaud (Klavier) Beethoven. Christoph Adt dirigiert das vbw Festivalorchester. „Ich spiele einfach Musik – nicht eine bestimmte Art von Musik“, sagt Nigel Kennedy. Nigel Kennedy gehört zu den weltweit führenden Geigenvirtuosen. „Seine Aufnahme von Antonio Vivaldis ‘Vier Jahreszeiten‘ aus den späten 80er-Jahren ist die bis heute erfolgreichste Klassikaufnahme der Welt“, sagt Roch.

Unter dem Titel „The New Four Seasons“ wendet sich Kennedy im Konzert den „Vier Jahreszeiten“ mit einer völlig neuen Interpretation zu. Rhythmus, Klang und Besetzung haben sich verändert, und Kennedy zeige, dass die „Vier Jahreszeiten“ eine universelle, vom Zeitgeist unabhängige Musik seien. „Nigel Kennedy führt Vivaldis Vier Jahreszeiten mit neuen, interessanten Rhythmen, einer spannenden tonalen Palette, Improvisationen und neuer Instrumentierung in eine andere Dimension“, sagt Roch. Zu hören ist er am Sonntag, 30. September, ab 19 Uhr im Kursaal in Bad Wörishofen.

Zwei georgische Künstlerinnen am Klavier

Weiter im Programm: Das Klavierkonzert mit Khatia & Gvantsa Buniatishvili am 1. Oktober ab 20 Uhr. Die beiden georgischen Künstlerinnen Khatia und Gvantsa Buniatishvili treffen sich in Bachs c-Moll-Konzert für zwei Klaviere. Ein besonderes Duo sind sie an den Konzertflügeln. Beide klassisch ausgebildet, elegant und souverän an den Tasten. Eine gute Voraussetzung für Konzerte für zwei Klaviere, wie sie etwa Bach, Mozart und Poulenc komponierten, denkt Roch. Beim „ Festival der Nationen“ spielen die Schwestern in Kombination mit dem Georgischen Kammerorchester.

Alle weiteren Programmpunkte, auch die Abschlussgala (6. Oktober), 19 Uhr, mit Fazil Say finden Sie unter www.festivaldernationen.de. „Say ist eines der wenigen Universalgenies der Musikwelt: ob als herausragender Pianist, Komponist poetischer Klangbilder, unermüdlicher Advokat der Musik oder streitbarer Gesellschaftskritiker“, sagt Organisator Roch. Der Komponist und Pianist Fazil Say prägt das „Festival der Nationen“ seit 2016 als „Artist in Residence“ und wird diese in diesem Jahr mit einem „fulminanten“ Festivalabschluss beenden. Fazil Say gelingt durch seine Musik und sein Wirken stets der befruchtende Dialog der Kulturen – ein wichtiges Talent in der heutigen so konfliktreichen Zeit.

Karten gibt es bei der Ticket-Hotline 08245/960963 Montag bis Freitag von 15 bis 17 Uhr oder im Reisebüro Vivell in Landsberg.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren