Newsticker

Corona in Deutschland: Gesundheitsämter melden 7595 Neuinfektionen
  1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Eine klare Linie muss her

23.02.2015

Eine klare Linie muss her

Windkraft

Dass Windkraftgegner und Windkraftbefürworter mal einer Meinung sind, das kommt herzlich selten vor. Aktuell gibt es allerdings in Fuchstal und Kaltental eine Sache, die beide Lager vereint: der Ärger über die im November vom Landtag verabschiedete 10-H-Regelung, die die zehnfache Höhe eines Windrads als Mindestabstand zu jeglicher Wohnbebauung vorschreibt.

Die einen ärgern sich, dass das Gesetz offenbar weniger hält als Horst Seehofer zunächst versprochen hat. Denn die Nachbargemeinden haben, anders als vom Ministerpräsidenten immer wieder postuliert, kein Vetorecht bei Windkraft-Planungen. Die anderen, die Befürworter, ärgern sich auch. Und zwar darüber, dass die neuen Abstandsregelungen ihre Planungen verzögern und immer weiter verteuern.

Man kann beide Seiten verstehen: Es ist nachvollziehbar, dass sich die Kaltentaler benachteiligt fühlen, wenn die Nachbargemeinde Fuchstal auf ihrem eigenen Grund die 10-H-Regel einhalten muss – beim Abstand zum Kaltentaler Ortsteil Frankenhofen aber nicht. Es ist aber auch verständlich, dass sich der Fuchstaler Bürgermeister ärgert, wenn er monatelang eine teure Planung vorantreibt – und sie dann wegen der neuen Abstandsregelung zu den Akten legen muss.

Was man an dieser Stelle braucht, ist eine klare Gesetzgebung. Die Staatsregierung muss bei der 10-H-Regelung nacharbeiten – und sich endlich für eine deutliche Linie entscheiden. schsa

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren