Landtagswahlen

18.09.2013

Eine lange Wartezeit

Auszählung der Listenkandidaten dauerte bis gestern an

Landkreis Die Regionen Landsberg und Fürstenfeldbruck-West werden im neuen Bayerischen Landtag mindestens vier Abgeordnete stellen. Während der Landsberger Alex Dorow den Einzug als Direktkandidat perfekt machen konnte, folgen ihm nun über die Liste Dr. Thomas Goppel (CSU), die Grünen Ludwig Hartmann (über München) und Sepp Dürr. Erstmals im Landtag vertreten ist Dr. Herbert Kränzlein (SPD).

Eine Bank für die CSU ist offenbar immer noch Thomas Goppel. Er hatte ja zugunsten von Alex Dorow auf die Direktkandidatur im Stimmkreis verzichtet und trat auf der Liste an. Dort holte der ehemalige Minister kontinuierlich in nahezu allen Stimmkreisen in Oberbayern Stimmen im mindestens dreistelligen Bereich. Thomas Goppel sieht dies als Wertschätzung seiner bisherigen Arbeit: „Da merkt man dann doch die Spuren, die man hinterlassen hat.“ Goppel war gestern schon wieder in der Oberpfalz unterwegs, um für sein Engagement in der Senioren-Union zu werben, absolvierte eine Sitzung des Musikrates und tagte am Abend in Mering.

Das Landesergebnis war für die Grünen wenig erfreulich, das in Oberbayern enttäuschend. Ludwig Hartmann: „Das nervt mich tierisch.“ Sie hätten im Wahlkampf thematische Fehler gemacht, das habe sich gerächt. Er selbst wird allerdings im neuen Landtag vertreten sein, und zwar durch das drittbeste Ergebnis seiner Partei in Oberbayern. Vor ihm liegen Christian Magerl und Spitzenkandidatin Margarete Bause. Damit sei Hartmann zufrieden, denn in absoluten Zahlen konnte der Landsberger gegenüber 2008 zulegen. Auch im Stimmkreis Landsberg/Fürstenfeldbruck-West schaffte er es, mit 4159 Stimmen über 600 Stimmen mehr zu holen. Überrascht und erfreut hat ihn das Ergebnis von Sepp Dürr, der aufgrund einer plötzlichen Erkrankung zum einen nicht als Direktkandidat antreten konnte, dann aber in einem kurzen, intensiven Wahlkampf über die Liste noch in den Landtag einzieht.

Das schaffte zum ersten Mal auch SPD-Kandidat Dr. Herbert Kränzlein. Er hofft, diesen, wenn auch kleinen Schwung der Landtagswahl auch in den bevorstehenden Kommunalwahlkampf mit einzubringen. In seinem Stimmkreis, das weiß er, müsse er noch weitere Aufbauarbeit leisten. Der ehemalige Bürgermeister Puchheims wird zudem ein Abgeordnetenbüro in Landsberg eröffnen, nicht ohne den Hintergedanken, die weitere Aufbauarbeit der Landsberger SPD zu unterstützen. „Da sind neue, junge Leute an der Spitze, die ich als Ansprechpartner gerne begleiten werde.“

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