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Geltendorf

03.11.2016

Eine tief schürfende Debatte

Einen solchen gemeinschaftlichen Gemüseacker wie hier in Landsberg wünschen sich auch manche in Geltendorf.
Bild: Romi Löbhard

Selbstversorgung Pachtantrag für Acker stößt im Geltendorfer Gemeinderat auf positives Echo. Es gibt aber auch Bedenken

Geltendorf Fast so tief schürfend wie das Pflügen eines Feldes hat sich in der jüngsten Sitzung des Geltendorfer Gemeinderats die Diskussion um einen Antrag auf Pachtung eines Grundstücks für Hobbygärtner entwickelt. Am Ende signalisierte das Gremium mit 13:4 Stimmen den Freizeitpflanzern, dass man ihrem Ansinnen grundsätzlich positiv gegenüber stehe.

Gestellt hatte den Antrag Thomas Stoklossa (Unabhängige Bürger). Mehrere Bürger aus der Gemeinde suchten nach einem Feld, auf dem sie gegen eine geringe Pacht Gemüse, Kartoffeln, Salat, Kräuter und Blumen anbauen können – nach dem Vorbild von „Sonnenäckern“, berichtete er. Da Ackerland knapp ist, seien allerdings alle Gespräche mit Landwirten ohne Erfolg geblieben. Daraufhin sei die Idee entstanden, bei der Gemeinde den Versuch zu unternehmen, ein Grundstück zu pachten. Die Interessenten stellten sich dabei eine Fläche von einem bis 1,5 Hektar vor – für einen Zeitraum von zunächst drei bis fünf Jahren. Stoklossa bot in seinem Antrag auch an, selbst als Ansprechpartner und Koordinator gegenüber der Gemeinde zu fungieren.

Die mögliche Vielzahl an Bewirtschaftern hatte zuvor schon Ernst Haslauer (SPD) besorgt: Man brauche einen Ansprechpartner, die Hobbygärtner sollten am besten dem Gartenbauverein beitreten, der könnte dann als Gegenüber der Gemeinde tätig werden, schlug er vor. Gleich mehrere offene Fragen stellten sich für Michael Veneris (Bürgerforum: „Mir fehlt ein Nutzungskonzept“, meinte er beispielsweise, dann sei zu klären, wie ein solcher Acker zu erschließen sei und wer ihn pflügt und am besten sollte auch eine Satzung erlassen werden.

Bevor man sich weiter in Praxisdetails vertiefen konnte, fragte Jörg Burchardt (ÖDP) jedoch erst einmal nach, ob die Gemeinde überhaupt über ein solches Pachtgrundstück verfügen würde. „Faktisch gibt es immer Grundstücke“, meinte dazu Verwaltungschef Florian Hänle, denn in der Regel verpachte die Gemeinde ihre landwirtschaftlichen Flächen nur kurzfristig. Allerdings, gab Zweiter Bürgermeister Robert Sedlmayr (ÖDP) zu daraufhin bedenken, dass die Gemeinde immer auch Tauschgrundstücke und Flächen zur Aufforstung benötige, wenn auf bisherigen Waldflächen westlich der Bahnhofstraße einmal Häuser gebaut werden sollten.

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