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Konzert

15.04.2014

Eine tierische Weltreise

Ein Gemeinschaftskonzert der Stadtkapelle Landsberg, des Musikvereins Kaufering und der Stadtjugendkapelle Landsberg fand im Landsberger Sportzentrum statt.
Bild: Julian Leitenstorfer

Drei Kapellen bieten im Landsberger Sportzentrum an einem Abend eine bunte Mischung

Bei ihrem gemeinsamen Konzert haben die Stadtkapelle Landsberg, der Musikverein Kaufering und die Stadtjugendkapelle Landsberg ihr Publikum mit auf eine musikalische Reise rund um den Globus genommen. Die beiden ersten Orchester unternahmen dabei vor allem einen musikalischen Ausflug in die variantenreiche Tierwelt und präsentierten Klassiker aus Film und Musical mit dementsprechenden Bezug, während die Stadtjugendkapelle Landsberg sich abgesehen von einer exzentrischen Abschweifung in Form des Marsches „Alte Kameraden“ dem amerikanischen Kontinent und seinen Legenden widmete. Im altersmäßig gemischten Auditorium gab es die eine oder andere Lücke.

Exotische Fische, Wale und Haie auf der Großbildleinwand

Den Anfang machte die Stadtkapelle Landsberg unter der Leitung von Martin Heller. Sie präsentierte eine bunte Mischung aus „König der Löwen“, „Das Dschungelbuch“, dem Filmklassiker „Hatari“ sowie der Suite „Karneval der Tiere“ von Saint-Saens. Herausragend war jedoch das Stück „Blue Hole“ von Thomas Asanger, welches musikalisch die Stimmung des als gefährlichsten Tauchplatzes der Welt geltenden Loches in einem Riff am „Roten Meer“ in Ägypten fühlbar spiegelte. Atmosphärisch untermalt wurde die Darbietung mit Unterwasseraufnahmen von Korallenriffen, exotischen Fischen, Walen und Haien auf einer Großbildleinwand.

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Die Musikstücke waren gelungene Umsetzungen der Arrangements, mit deutlichem, harmonischen Bläsereinsatz, aber auch wie im Auszug „Der Schwan“ von Saint-Saens sehr sanften Klangkreationen, bei denen ganz piano das Plätschern des Wassers durch eine Harfe und das majestätische Gleiten des Vogels durch ein gefühlvoll zart gespieltes Horn symbolisiert wurden. Der Musikverein Kaufering und sein Leiter Tobias Roth setzten – in traditionelle Tracht gewandet – die Reise mit dem Bert-Kaempfert-Klassiker „A Swinging Safari“ fort und boten in einem Potpourri aus dem Musical „Cats“ und dem Stück „The Waltzing Cat“ von Leroy Anderson lautmalerische Impressionen aus dem Leben der Samtpfoten. In der Polka „Zwei lustige Vögel“ wurden virtuos die zwitschernden Vögel durch eine Flöte und zwei Klarinetten vergegenwärtigt. Im abschließenden „Beyond The Sea“ griff Tobias Roth zum Gesangsmikrofon und war nicht weit davon entfernt, Robbie Williams alt aussehen zu lassen. Ein rhythmisch klatschendes Publikum dankte es ihm. Besonders hervorzuheben ist aber der jüngste Akteur des Abends, der elfjährige Raphael Lösch, der die gesamte Perkussionssektion mit Drums, Pauke, Kesselpauken, Congas und auch Xylofon souverän beherrschte und den Respekt des Publikums hatte.

Die Stadtjugendkapelle Landsberg unter dem Dirigat von Hans-Günter Schwanzer setzte mit ihrem Auftritt den Schlusspunkt der Reise: Mit einem furiosen Trommel- und Drums-Solo, das „Spanish Fever“ beschwor, ging es auf nach Amerika in den „Wilden Westen“, mit einem Medley bekannter Morricone-Filmmelodien. Unterbrochen nur von einem kleinen Abstecher, „Alte Kameraden“ betreffend, ging es zum Höhepunkt, Jacob de Haan´s epischen „Oregon“, von Hans-Günter Schwanzer und seinen Musikern auf unnachahmliche Art mit Vehemenz und Drive als raumgreifendes Orchesterstück inszeniert.

Mit präzise abgestimmten Einsätzen, vielfarbigen Akzenten und einer gelungenen Instrumentation vermittelte sich die Weite des Landes atmosphärisch sehr gut. Der abschließende „Big Band Boogie“, in schönster Tradition schmissig und swingend interpretiert, gab verschiedenen Solisten die Möglichkeit zu brillieren.

Drei Zugaben aller Akteure

Ein imposantes Bild bot sich zum Schluss, als anlässlich dreier Zugaben alle Akteure der teilnehmenden Orchester vor dem Auditorium versammelt waren, und unter wechselndem Dirigat mit einem beachtlichen Klangvolumen gemeinsam harmonisch musizierten. Das Publikum bedankte sich mit Jubel und lang anhaltendem Applaus.

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