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Landsberg

07.06.2016

Einmal alle zusammen auf die Bühne

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Das Musikstudio Robinson feierte sein zehnjähriges Bestehen und Wirken im Stadttheater mit einem Musical, an dem ausnahmsweise einmal alle Kinder und jugendlichen zusammen auf der Bühne standen. 

Musikstudio Robinson feierte mit einem Musical Zehnjähriges im Stadttheater.

„Ich freue mich auf die nächsten Jahre mit meinem Nachwuchs.“ Wer Nathalie Robinson zuhört, wie sie auf der Bühne im Stadttheater steht und von zehn Jahren Musiktheater des Musikstudios Robinson erzählt, wer anschließend erlebt, wie sie arbeitet, wie sie derzeit beim Musiktheater „Die Waisen von Vaudeville“ unmerklich und doch konsequent führt und vor allem, wie sie das alles mit offensichtlicher Begeisterung absolviert, der nimmt ihr diese Freude ab.

Nicht umsonst bleiben viele der Kinder, die ganz jung mit dem Unterricht bei ihr begonnen haben, der Einrichtung treu und proben heute noch dort. Zehn Jahre Musiktheater Robinson in Landsberg – Grund genug für eine kleine Festlichkeit, natürlich auf einer Bühne und mit viel Musik, Theater und Tanz. Zunächst aber blickte Nathalie Robinson zurück auf „zehn Jahre intensives, kreatives, fruchtbares Arbeiten“ und ließ alle Produktionen – Text und Musik sämtlich von Nathalie Robinson – noch einmal aufleben.

Begonnen hat es mit der Märchenoper Hänsel und Gretel, wichtig seien, weil naturgemäß viele Kleinere beteiligt waren, Massenszenen gewesen, damit die Kinder behutsam an die Bühnenauftritte herangeführt werden. Es folgte „Aschenputtel“ in einer reloaded-Version, mit sämtlichen Texten in Reimform. Vor sieben Jahren dann wurden „Die Waisen von Vaudeville“ uraufgeführt. „Der Scheinkranke“ nach Molière war bereits mit Erwachsenen-Rollen bestückt.

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Mit „Auf Tournee“ hatte Nathalie Robinson ein Musical für alle geschrieben, die sich nicht vorstellen können, wie anstrengend eine Musiktournee sein kann. Es folgten „Das Mädchenpensionat“ für den Nachwuchschor „Musiktheaterspatzen“ sowie „Liebe und andere Umfeldkatastrophen“ für die Größeren in der „RobinsonCabaretFactory“. Letztere touren bereits mit ihren Programmen, traten jüngst beispielsweise in der Drehleier in München auf.

Weil bei einem Jubiläum „mal alle zusammen auf der Bühne“ stehen sollten, wie Robinson erläuterte, schrieb die rührige Musikerin kurzerhand neue Rollen, erweiterte das von allen ausgesuchte Stück über Waisen, die von jetzt auf nachher auf der Straße stehen. Das ursprüngliche, vor allem für Kleinere angelegte Stück erhielt für die Jubiläumsaufführung einen etwas größeren Rahmen, sodass letztendlich mehr als 40 Kinder und Jugendliche (alles Mädchen ) auf der Bühne standen.

Eine hervorragend vorbereitete Lea Eberhardt führte als Erzählerin zunächst in die Geschichte ein. Inmitten eines zauberhaften Bühnenbilds, in aufwendigen Kostümen, agierten anschließend die Mitglieder der RobinsonCabaretFactory. In fließenden Übergängen sangen und spielten die jungen Darstellerinnen gemeinsam oder solistisch. Eindruck machten dabei nicht nur die sauber intonierten, mehrstimmigen Lieder, sondern vor allem auch die klar artikulierten, stets musikalisch auf hohem Niveau angesiedelten Soloauftritte.

Auch unter den Waisenkindern gab es bereits etliche und sogar recht Kleine, die im Umgang mit dem Mikro vertraut waren und sich allein singen trauten – sicher ebenfalls ein Verdienst von Nathalie Robinson. Die Leiterin war zwar stets im Hintergrund, hatte aber am Klavier unterhalb der Bühne sitzend, fühl- und spürbar die Fäden in der Hand, vermittelte Sicherheit und ließ das Musical so zu einer wunderbaren, runden Aufführung werden, die am Ende Begeisterungsstürme auslöste.

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