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20.03.2009

Einträchtiger Etat-Beschluss

Geltendorf (ger) - So freundlich wie selten ist am Donnerstagabend die Gemeinderatssitzung in Geltendorf verlaufen. Einträchtig verabschiedeten die Gemeinderäte den Haushalt. Mehrfach wurde die angenehme Atmosphäre während der Beratungen hervorgehoben. Bürgermeister Wilhelm Lehmann (CSU) sah sogar allgemein einen "immer heller strahlenden Stern am Ende des Tunnels" bei dem Bemühen um einvernehmliche Lösungen. Gegenüber dem Vorjahr steigt das Etatvolumen um rund zwei Millionen auf 9,4 Millionen Euro.

Ob am Ende des Jahres tatsächlich so viel Geld wie geplant ausgegeben sein wird, ist ungewiss. Ein nicht unerheblicher Teil der Investitionen ist für Vorhaben vorgesehen, die durch das Konjunkturprogramm II finanziert werden sollen. Ob alle von Geltendorf angemeldeten Projekte gefördert werden, ist freilich offen. Konkret angemeldet sind die energetischen Sanierungen von Rathaus und Schule in Geltendorf, für die schätzungsweise 532 000 Euro aufzuwenden sind. Das entspricht etwa 15 Prozent des Vermögenshaushalts.

Fraktionsübergreifend wurden die Etatzahlen positiv bewertet. Josef Weiß ( CSU) gewann sogar den chronisch niedrigen Gewerbesteuereinnahmen der S-Bahn-Gemeinde etwas Positives ab. "Irgendwie können wir froh sein, dass wir nicht so hohe Gewerbesteuereinnahmen haben, da kann auch nicht viel wegbrechen", spielte er auf die andernorts befürchteten Rückgänge bei dieser Einnahmeart an. Im Wesentlichen finanziert sich die Gemeinde vom Einkommensteueranteil (2,5 Millionen Euro), von Schlüsselzuweisungen (931 000), Grundsteuern (405 000) und diversen staatlichen Zuweisungen (340 000). Erst an fünfter Stelle steht die Gewerbesteuer mit 300 000 Euro.

Laut Kämmerin Andrea Pleintinger könne heuer aus dem laufenden Betrieb (Verwaltungshaushalt) voraussichtlich ein Überschuss von 773 000 Euro als Zuführung an den Vermögenshaushalt erwirtschaftet werden. Ein Großteil davon, 525 000 Euro, wird zur Tilgung von Darlehen verwendet. Der Schuldenstand würde sich damit auf rund sechs Millionen Euro reduzieren. Um alle geplanten Investitionen finanzieren zu können, könnte jedoch eine Neuverschuldung notwendig werden: 404 000 Euro vom Kreditmarkt sind vorsichtshalber vorgesehen. Dennoch zeigte sich Eckhart-Georg Miehle (SPD) mit der finanziellen Lage so weit zufrieden. Unterm Strich könnten die Schulden um mindestens gut 100 000 Euro reduziert werden, hob er hervor.

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Ansonsten lenkte Miehle den Blick auch schon auf die kommenden Jahre. Dabei werfen insbesondere zwei größere Vorhaben ihre Schatten in Form von Planungskosten voraus: der Bau von Feuerwehrhaus und Mehrzweckhalle in Geltendorf im nächsten Jahrzehnt.

Michael Lohner (Grüne) machte für die Ausschussgemeinschaft noch auf ein weiteres Zukunftsprojekt aufmerksam: den Radweg entlang der Bahnhofstraße. Dafür sind im Etat heuer bereits 116 000 Euro für die Beschaffung von Straßengrund eingestellt. Konkret könnte es laut Josef Weiß ab 2010 werden, wenn der Landkreis die Straße neu ausbauen will. Die Gemeinde will dann auch die Wasserleitung erneuern - ein weiteres Millionenprojekt - und die Schulstraße überplanen.

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