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Landsberg

01.02.2018

Eishockey: Hans im Glück

Hans Detsch (links) mit dem Puck, den er bei seinem ersten DEL-Tor ins Krefelder Tor versenkte. Am vergangenen Freitag war der Profi der Augsburger Panther in Landsberg, um dort seinem besten Freund Tobias Wedl (rechts) zuzuschauen und ihn anzufeuern.
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Hans Detsch (links) mit dem Puck, den er bei seinem ersten DEL-Tor ins Krefelder Tor versenkte. Am vergangenen Freitag war der Profi der Augsburger Panther in Landsberg, um dort seinem besten Freund Tobias Wedl (rechts) zuzuschauen und ihn anzufeuern.
Bild: Thorsten Jordan

Im Trikot der Augsburger Panther erzielt Hans Detsch sein erstes Tor in der DEL. Den Landsberger zieht es aber auch zu den Riverkings. Das hat einen bestimmten Grund.

Dahoam is dahaom. Auch wenn man seinem Beruf woanders nachgeht... „Ich bin Landsberg noch immer stark verbunden. Ich liebe diese Stadt. Und meinen Lieblings-Italiener, die Trattoria“, verrät Hans Detsch, 23. Er ist der einzige gebürtige Landsberger in der DEL, der höchsten deutschen Eishockey-Liga. Er stürmt seit drei Jahren für die Augsburger Panther, bestritt gerade sein 50. Spiel in der DEL – und, was noch viel wichtiger ist: Er erzielte beim 7:1 gegen Krefeld im 28. Saisonspiel für Augsburg sein erstes Tor in der DEL.

Den Puck hat die Mama bekommen

„Eine coole Sache, etwas richtig Besonderes. Ich wollte die Saison nicht beenden, ohne ein Tor gemacht zu haben. Das ist mir bislang noch nie passiert“, sagt der Linksschütze. Erstes DEL-Tor – da galt der Dank spontan Mama Simone, die im Stadion Daumen drückte. Sie bekam vom Filius den Puck und den Schläger. Detsch: „Beide werden jetzt im Wohnzimmer aufbewahrt.“ In Landsberg natürlich, wo der kleine Hans seine Karriere startete. „Ich habe mit zweieinhalb Jahren Schlittschuhe bekommen, mit drei angefangen, Eishockey zu spielen. Ich durfte aber erst mit Vier bei den Bambini des EV Landsberg in einer Mannschaft spielen.“ Sein großer Vorteil: „Ich war immer ein bisschen größer als die anderen“, erzählt der 1,87-Meter-Mann, der 95 Kilo auf die Waage bringt.

Eishockey war allerdings nicht immer die einzige Sportart des Kufen-Cracks: „Ich habe auch Fußball gespielt, lange für die FT Jahn Landsberg. Da war ich fast besser, da habe ich mehr Tore gemacht als beim Eishockey. Aber mit elf, zwölf Jahren musste ich mich entscheiden – fürs Eishockey. Es hat einfach ein bisschen mehr Spaß gemacht“, erinnert sich der 23-Jährige.

Er geht nicht nur für die Panther aufs Eis

Jetzt ist klar: „Es war die richtige Entscheidung. Ich bin seit meinem 18. Lebensjahr Profi. Ich weiß nicht, ob ich das als Fußballer geschafft hätte.“ Und: „Im Eishockey kann man seine Aggressionen besser rauslassen. Im Fußball kriegt man da gleich die Rote Karte.“ Er wurde mal als der „Mann fürs Grobe“ bezeichnet. Zu Recht? „Na ja, ich gehe keinem aus dem Weg“, antwortet er mit einem Grinsen.

Detsch – Landsbergs „Hans im Glück“: „Ich bin glücklich, wie es jetzt ist. Ich kann als Profi gut leben. Ich gehe gerne ins Training, freue mich auf jeden Spieltag und habe in der DEL ein bisschen mehr Spiele als im Fußball.“ Und was macht der Profi, wenn er nicht auf dem Eis steht? Er pendelt viel zwischen Augsburg und Kaufbeuren, wo Freundin Elisa (arbeitet in Pforzen im Kindergarten) wohnt. Und er besucht oft die Spiele der Riverkings. Da drückt er besonders Tobias Wedl die Daumen. „Er ist mein bester Freund. Wann immer es geht, schaue ich zu, wenn er spielt“, sagt der Augsburger Panther, der mit der Rückennummer 89 aufläuft.

Seine Nummer hat er aus einem Videospiel

Hat die eine besondere Bedeutung? „Nein, eigentlich nicht. Sie ist aus einem Playstationspiel entstanden. Da habe ich die 89 genommen, weil sie am coolsten auf dem Trikot aussieht.“ Jetzt auch auf dem Eis...

Die nächsten Ziele des 23-Jährigen? Kurzfristig: „Erst mal die Play-offs. Das wird richtig eng, aber es ist noch alles drin. Ich hoffe, dass wir es schaffen. Und wenn wir mal drin sind, kann alles passieren.“ Mittelfristig gilt es dann, den „Freizeitstress“ im Sommer zu meistern. Detsch verrät: „Im Mai fliege ich mit meiner Freundin nach Thailand.“ Danach geht’s mit Papa Roman, einem ehemaligen Ringer, der seit drei Jahren hobbymäßig Eishockey spielt, und Schwester Madlen nach Griechenland. „Und anschließend noch mit Freunden nach Kroatien.“

Und langfristig? Auch da hat der Landsberger im Panther-Dress, der vergangener Saison dank Förderlizenzen für drei Vereine (neben Augsburg auch für Ravensburg und Sonthofen) spielte, klare Vorstellungen: „Ich will ein gestandener Spieler in der DEL werden.“ Er ist auf dem besten Weg dazu...

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