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18.05.2015

Elfriede Junker gestorben

Noch vor Kurzem, bei der CSU-Ortsversammlung im Februar, war Elfriede Junker (links) für 30-jährige Mitgliedschaft geehrt worden. Am Montag ist die Kommunalpolitikerin nach kurzer Krankheit gestorben. Rechts die CSU-Ortsvorsitzende Susanne Plesch.
Bild: Stephanie Millonig

Die frühere Zweite Bürgermeisterin von Dießen und Landratsstellvertreterin Elfriede Junker wurde 75 Jahre alt

Die schwere Erkrankung, der Elfriede Junker nunmehr erlag, wurde erst vor wenigen Wochen diagnostiziert, für viele in Dießen kam ihr Tod völlig unerwartet.

Elfriede Junker wurde am 6. Januar 1940 als Kind der Familie Geiger (Sägewerk in St. Georgen) geboren und war mit dem Malermeister Hans Junker verheiratet. In dem heute von ihrem Sohn Hansjörg geführten Betrieb war sie bis kurz vor ihrem Tod noch im Büro tätig. Viele Jahrzehnte engagierte sich Elfriede Junker in der Turner-Sparte des MTV Dießen. In den 1980er-Jahren begann sie sich auch politisch zu betätigen. 1985 trat sie der CSU bei. Bei der jüngsten Jahreshauptversammlung des Ortsverbands Anfang dieses Jahres konnte noch für 30-jährige Mitgliedschaft geehrt werden.

1990 wurde Elfriede Junker erstmals in den Gemeinderat gewählt, dem sie dann 18 Jahre angehören sollte. 1996 wurde sie zur Zweiten Bürgermeisterin gewählt. 2001 rückte sie zur Landratsstellvertreterin auf. Dem Kreistag gehörte sie bis 2014 an.

Junker drängte sich als Kommunalpolitikerin nie in den Vordergrund, ihre Ämter als Vizebürgermeisterin und -landrätin fielen ihr gewissermaßen aus der Situation heraus zu: 1996 hatte die Kommunalwahl die politischen Verhältnisse in Dießen mit der Wahl des damaligen Newcomers Herbert Kirsch zum Bürgermeister komplett verändert. Junker stellte als Zweite Bürgermeisterin das Verbindungsglied zwischen dem jungen Rathauschef und der CSU her, die damals noch rund ein Drittel der Gemeinderatsmandate besaß.

Unerwartet kam 2001 die Wahl zur Landratsstellvertreterin. Anlass war, dass der vorherige Vizelandrat Josef Loy zurücktrat, nachdem er bei der Nominierung des CSU-Landratskandidaten dem späteren Kreischef Walter Eichner unterlegen war.

Dass sie aber mehr als eine Übergangskandidatin für den Rest einer Wahlperiode war, zeigte sich als sie bei der ersten Kreistagssitzung 2002 im Amt bestätigt wurde. Viel Anerkennung hatte sich Junker mit ihrer sich selbst zurücknehmenden, zuverlässigen und verbindlichen Art und ihres souveränen öffentlichen Auftretens auch in Dießen verschafft. Auch hier wurde sie bei nur wenigen Gegenstimmen 2002 erneut zur Zweiten Bürgermeisterin gewählt.

Elfriede Junker hinterlässt zwei Söhne und eine Tochter sowie vier Enkelkinder. Der Trauergottesdienst für die Verstorbene wird am Donnerstag, 21. Mai, um 13.30 Uhr in St. Johann gefeiert.

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