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Landsberg

07.02.2018

Endlich wieder am Ball

Sharif Hudson kam das Angebot der Landsberger Basketballer sehr gelegen. In seinem ersten Spiel feierte er mit seinem neuen Team gleich einen Sieg, im zweiten war er der beste Scorer.
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Sharif Hudson kam das Angebot der Landsberger Basketballer sehr gelegen. In seinem ersten Spiel feierte er mit seinem neuen Team gleich einen Sieg, im zweiten war er der beste Scorer.

Sharif Hudson will mit Landsberger Basketballern die Klasse halten. Zuvor musste er eine lange Zwangspause einlegen.

Die Frisur fällt sofort auf: an den Seiten rasiert und das Deckhaar zu kunstvollen Zöpfen geflochten. Und trotzdem war es nicht die Frisur, mit der Sharif Hudson für Aufsehen gesorgt hat, denn der 26-jährige Basketballer war maßgeblich mit am zweiten Saisonsieg des Teams Heimerer Schulen gegen Gröbenzell beteiligt. 14 Punkte steuerte er zum 76:66-Sieg bei, nur sein Wohnungsgenosse Fabian Ristau war mit 23 Punkten noch besser. Das änderte sich in seinem zweiten Spiel für das Team Heimerer Schulen, denn da war Hudson mit 26 Punkten mit Abstand bester Schütze – zu einem Sieg gegen Dachau reichte es dennoch nicht.

Ein bisschen ängstlich

Aber die Trefferquote zeigt, dass Hudson zu seiner Sicherheit gefunden hat, denn vor dem ersten Spiel in Landsberg sein er nicht nervös, sondern sogar ein bisschen ängstlich gewesen, sagt Hudson. „Ich habe mein letztes Spiel im März vergangenes Jahr bestritten“, erzählt er. Damals noch in Aschersleben in der Pro B, doch in der laufenden Saison hatte er keinen Verein gefunden, der gepasst hätte. „Dabei will ich einfach nur Basketball spielen.“

Seine sportlichen Daten pflegte er in eine spezielle Homepage ein – und im Januar kam der Anruf von Horst Geiger, dem Teammanager der Landsberger Basketballer. „Dann ging es sehr schnell“, sagt Hudson.

Viele Spiele knapp verloren

Der Blick auf die Tabelle zeigte ihm, dass die Landsberger Schlusslicht sind, aber „sie haben viele Spiele sehr knapp verloren“, rechnete er sich Chancen aus, der Mannschaft helfen zu können.

Wann er das erste Mal einen Basketball in der Hand gehalten hatte, da muss Sharif Hudson ein bisschen überlegen. „Ich glaube, ich war drei Jahre alt, als mir meine Tante Alysiah einen Basketball in die Hand gedrückt hat. „Sie war im Endeffekt dafür verantwortlich, dass ich zum Basketball gekommen bin.“

Auch andere Sportarten ausprobiert

Zwar hat er auch andere Sportarten ausprobiert – von Hockey über Tennis bis hin zum American Football – aber das Spiel mit dem großen Ball und dem kleinen Korb machte ihm am meisten Freude. Und dem hat er bislang auch sein Leben verschrieben. Doch Sharif Hudson lebt nicht einfach in den Tag hinein. „Ich habe an der Uni meinen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften gemacht“, erzählt er, schließlich berge das Profi-Basketball-Geschäft Gefahren. „Ich brauche auch ein zweites Standbein“, betont er – aber hoffentlich erst später. „Jetzt bin ich in einem Alter, in dem ich Basketball spielen kann, an meiner beruflichen Karriere kann ich später basteln.“

Zwangspause im vergangenen Jahr

Die Zwangspause im vergangenen Jahr hatte ihm zugesetzt, umso größer war die Freude, als der Anruf aus Landsberg kam. „Es ging danach sehr schnell, aber meine Familie hat sich gefreut, dass ich wieder das machen kann, was mir am meisten Spaß macht.“

Auch wenn die Position des Spielmachers nicht unbedingt seine Stammposition ist, gegen Gröbenzell glänzte Hudson. Man merkt einfach, dass er Basketball lebt“, erhält er auch Lob vom Teammanager Horst Geiger. „Ihm muss man nicht sagen, wann er ein Spiel schnell oder langsam machen muss, er weiß es einfach.“

Auch mit dem Spielsystem hatte Hudson keine Schwierigkeiten. „Die Jungs sind sehr nett, helfen mir und Coach Sasha (Kharchenkov) erklärt es mir auch auf der Magnettafel“, sagt Sharif Hudson. Überhaupt: Die Art und Weise, wie er in Landsberg aufgenommen worden war, habe ihm sehr gut gefallen. „Natürlich bin ich weit weg von zu Hause“, sagt Hudson, der in Pensacola, Florida, lebt, aber „alle sind hier so nett, da wird das Heimweh nicht so groß“. 

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