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Eishockey

22.06.2015

„Er hat uns den Erfolg gebracht“

Paul Häringer (rechts) spielte 2005 zum Jubiläum des EV Landsberg in der Allstar-Mannschaft.

Bestürzung nach dem Tod von Ex-EVL-Keeper Paul Häringer

Die Betroffenheit war groß: Die Nachricht vom Tod von Paul Häringer kam für viele seiner ehemaligen Teamkollegen ganz überraschend. „Momentan fehlen mir die Worte“, sagt Jockl Ried, der in der 2. Eishockey-Bundesliga zusammen mit Häringer beim EV Landsberg gespielt hatte. Häringer, ehemaliger Keeper des EV Landsberg, war am vergangenen Mittwoch im Alter von 53 Jahren gestorben und in aller Stille beigesetzt worden.

Auch Alexander Wedl, der ebenfalls mit Häringer in Landsberg spielte, wurde von der Nachricht überrascht. „Wir hatten in den vergangenen zehn Jahren keinen Kontakt mehr“, sagt der ehemalige Trainer des HC Landsberg. In Kaufering hatte sein Sohn Tobias mit Häringers Sohn früher Fußball gespielt und „beim Sommerfest haben wir uns da noch getroffen“. Aber eben vor langer Zeit. „Paul hat sich aus dem Eishockey ganz zurückgezogen“, sagt Wedl, auch bei den Spielen in Landsberg habe er ihn nie mehr getroffen.

Zu seiner aktiven Zeit sei Häringer ein überragender Keeper gewesen. „Er hat uns damals den Erfolg gebracht und durch ihn habe ich erkannt, wie wichtig ein Torhüter für ein Eishockey-Team ist“, sagt Wedl. Doch nicht nur sportlich, auch charakterlich sei Häringer ein Vorbild gewesen. „Sein Spitzname war dritter Vorstand, weil er auch angeschafft hat. Er war einfach ein Profi und hat das auch vorgelebt.“ Dabei sei Häringer „nicht der Fitteste gewesen, und wir haben uns immer gefragt, wie er das macht“, erinnert sich Wedl. Er selbst habe viel von ihm gelernt und „man konnte sich immer auf ihn verlassen“. Gerhard Petrussek kennt Häringer aus seiner Zeit als Co-Trainer beim EV Landsberg. „Er war ein ausgezeichneter Sportsmann, und vor allem: Er hat auch die zweiten Torhüter hinter ihm gefördert. Er hat immer darauf geachtet, dass diese auch zum Einsatz kommen.“ Nachdem Häringer, der 1990 zum EV Landsberg gekommen war, den Verein verlassen hatte, sei auch der Kontakt zu ihm abgerissen.

Häringer war in der Saison 89/90 nach Landsberg gekommen und hat bis 1995 für den EVL in der 2. Bundesliga und in der Oberliga gespielt. Anschließend wechselte er nach Peiting und schließlich nach Peißenberg. Nach seinem Abschied vom EVL riss auch der Kontakt zu vielen seiner Teamkameraden ab. „Er war nicht nur ein vorbildlicher Sportsmann“, erinnert sich Jockl Ried, „er war auch ein Kamerad, mit dem man durch dick und dünn gehen konnte.“ (mm)

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