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07.07.2010

Erneut auf dem Prüfstand

Laut Presseberichten könnten 15 Flugzeuge der Luftwaffe vom Typ Transall C 160, wie sie zum Beispiel in Penzing stationiert sind, nach Plänen des Verteidigungsministeriums sofort stillgelegt werden. Archiv-Foto: Thorsten Jordan
Bild: Thorsten Jordan

Penzing Ein sehr detailliertes Expertenpapier mit Sparvorschlägen für die Bundeswehr, das gestern von der "Bild"-Zeitung und dem "Handelsblatt" veröffentlicht wurde, sorgt derzeit für große Aufmerksamkeit sowohl bei der Bevölkerung als auch bei den Militärs. So sollen dem Papier zufolge, das aus dem Bundesverteidigungsministerium zu stammen scheint, unter anderem die Beschaffung von Transport- und Kampfhubschraubern sowie von A 400 M-Transportflugzeugen drastisch reduziert werden. Weiter sei in dem Papier zu lesen, dass im Zuge der Umsetzung der Sparvorschläge - angepeilt sind 9,3 Milliarden Euro - auch 15 Transall-Transportflugzeuge sofort stillgelegt werden, die teilweise noch aus den 1960er Jahren stammen.

In dem 23-seitigen Arbeitspapier werde, so die Deutsche Presseagentur (dpa), Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg außerdem empfohlen, die vorgesehene Reduzierung der "Tornado"-Kampfjetflotte von 185 auf 85 Maschinen schnellstmöglich voranzutreiben. Statt der geplanten 122 sollen nur noch 80 NH-90 Hubschrauber gekauft werden.

Auf Nachfrage des Landsberger Tagblatts zeigte man sich im Presse- und Informationszentrum der Luftwaffe in Köln/Wahn zurückhaltend. "Solche Meldungen sollte man mit entsprechender Vorsicht genießen", war von dort zu erfahren - mehr aber nicht. Auf dem Fliegerhorst Landsberg (bei Penzing) sind derzeit Transall-Transportmaschinen C 160 und Hubschrauber vom Typ Bell UH 1-D stationiert.

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums erklärte, es seien noch keine Entscheidungen gefallen. Das Papier sei Grundlage "für anstehende Diskussionen im Ministerium und Parlament". Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg behalte sich eine Änderung oder Ergänzung vor. (hön)

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