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Pürgen

11.08.2017

Es bleibt bei zehn Bauplätzen

Auf etwa 5000 Quadratmeter sollen zehn neue Bauplätze am Egelsee-Süd in Pürgen erschlossen werden. Das hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen.
Bild: Frauke Vangierdegom

Die Anwohner der Straße Am Egelsee fürchten mehr Verkehr. Der Gemeinderat Pürgen ist anderer Meinung.

Zehn neue Bauplätze sollen in Pürgen entstehen. Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung sowohl die für dieses Vorhaben notwendige 13. Änderung des Flächennutzungsplanes als auch den dazugehörigen Bebauungsplan „Egelsee-Süd“ einstimmig gebilligt und zur erneuten Auslegung freigegeben.

Wie bereits berichtet, sollen angrenzend an die Straße „Am Egelsee“ auf einem Areal von etwa 5000 Quadratmeter zehn Baugrundstücke erschlossen werden. Bereits im Frühjahr waren die Pläne dafür öffentlich ausgelegt worden. Damals hatten einige Anwohner große Bedenken unter anderem dahingehend geäußert, dass die neu hinzukommenden Anwohner für eine starke Verkehrsbelastung sorgen würden. Während zu der Sitzung im März viele Anwohner ins Rathaus gekommen waren um den Beratungen des Gemeinderates zu folgen war das Interesse diesmal gleich Null. Schriftlich waren Einwände aus der Bevölkerung bei der Gemeinde eingegangen, in denen unter anderem eine weniger dichte Bebauung gefordert wird. Gefordert wird, nur drei statt der geplanten vier Gebäude in der an die bestehenden Wohnhäuser angrenzende Baureihe zuzulassen.

Auch befürchtet ein Anwohner eine zu starke Beschattung der Erdwärmepumpe auf seinem Grundstück. Um dies zu verhindern wird sogar angeboten, einen zehn Meter breiten Streifen am nördlichen Rand des neuen Baugebietes abzukaufen. „Niemand hat einen Anspruch auf eine unverbaubare Lage seines Grundstückes“, sagte Bürgermeister Klaus Flüß. Außerdem würden die gesetzlich vorgeschriebenen Abstandsflächen in vollem Umfang eingehalten, was einen Trennstreifen von sechs Metern zwischen den benachbarten Gebäuden zur Folge habe. „Wir werden die Zahl der Bauplätze nicht reduzieren.“ Auch die angeführten Bedenken der starken Verkehrsbelastung insbesondere während der Bauphase will der Bürgermeister nicht gelten lassen, damit hätten auch Anwohner anderer Neubaugebiete leben müssen. Erschlossen wird das Baugebiet von Norden her über die Straße „Eichenweg“, die seinerzeit schon so angelegt worden war, dass eine Verlängerung nach Süden möglich ist.

Die Vorgaben der am Landratsamt angesiedelten Unteren Naturschutzbehörde auf Ausweisung einer Ausgleichsfläche sind, wie Klaus Flüß bei der Behandlung der Einwendungen der Träger öffentlicher Belange sagte, in die Planungen eingearbeitet. Die künftigen Bewohner dieses Baugebietes werden mit Glasfaser-Hausanschlüssen für schnelles Internet versorgt. Einen entsprechenden Vertrag zwischen der Gemeinde und dem Anbieter befürworteten die Räte.

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