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Penzing

13.06.2018

Es bleibt beim Aus für den Fliegerhorst

Ziemlich leer sieht es auf dem Fliegerhorst in Penzing aus, der voraussichtlich im nächsten Jahr endgültig aus der militärischen Nutzung genommen wird.

Berlin hält aktuell an den Plänen für die Standortschließung zum Jahr 2019 fest.

Während die deutschen Streitkräfte wieder zahlenmäßig an Stärke zunehmen, hat die Bundeswehr die Schließungszeitpunkte ihrer Liegenschaften noch einmal überarbeitet. Das hat nun Konsequenzen für einige Standorte, sei es einen Aufschub oder gar eine Aufhebung der Schließung (LT berichtete). Auch in Penzing wurde man wieder hellhörig. Unsere Zeitung hat in Berlin nachgefragt, ob auch der Fliegerhorst von diesen Änderungen betroffen sein könnte.

Es hängt von der Transall ab

Einer der ersten Ansprechpartner ist dabei der CSU-Bundesabgeordnete aus der Region, Michael Kießling. Er ist inzwischen unter anderem im Bauausschuss zuständiger Berichterstatter der Unions-Fraktion für Militärkonversionen und die BImA (die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben). Auf unsere Nachfrage sei er beim Bundesministerium für Verteidigung vorstellig geworden, erklärte er gestern.

Dort wurde ihm mitgeteilt, dass „der Flugplatz Penzing wie geplant im Jahr 2019 komplett an die BImA abgegeben wird.“ Die endgültige Abgabe, so Kießling weiter, hänge jedoch davon ab davon, wie die Ausphasung der Transall verläuft.

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Zum Hintergrund: Die Lufttransporter Transall, die inzwischen sukzessive durch das Nachfolgemuster A400 M ersetzt werden, werden in Penzing der Hochwertteilegewinnung zugeführt.

Die Sicherheitslage verändert sich

Nun hatte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen vor zwei Jahren angesichts „einer sich verändernden globalen Sicherheitslage“ alle Vorgänge zur Schließung von Liegenschaften unterbrochen und diese einer erneuten Überprüfung unterziehen lassen. Das ließ natürlich auch in Penzing Spekulationen zurückkehren, der Fliegerhorst könnte über 2019 hinaus militärisch weitergenutzt werden.

Und tatsächlich wird bei 25 von 48 geplanten Liegenschaftsschließungen das Verfahren entweder zur Prüfung ausgesetzt oder die Aufgabe der Standorte verschoben. In Bayern stehen derzeit neun Standorte zur Disposition, darunter neben Penzing auch der Fliegerhorst Kaufbeuren, zwei Kasernen in Sonthofen oder das Verwaltungszentrum der Wehrbereichsverwaltung Süd.

München wird von der Liste genommen

Während München wohl tatsächlich von der Liste genommen wird („keine Rückgabe, Weiterverwendung für Zwecke der Bundeswehr“; aus: www.bundeswehr.de), bleibt es beim Fliegerhorst wie gehabt. Die Schließung wird laut Liste „voraussichtlich 2019“ erfolgen, „abhängig von der Ausphasung Transall“. Dies, so bestätigt Michael Kießling, sei auch der gegenwärtig gültige Stand der Dinge.

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