Straßenfest

22.06.2015

Es lebe die Vielfalt

Bunte Vielfalt: Wer trotz des unsicheren Wetters vorbeischaute, der kam beim Bergstraßenfest voll auf seine Kosten.
Bild: Julian Leitenstorfer

GeschäftsleutederAltenBergstraße feierten mit Freunden und Besuchern

Am Ende sollten die Optimisten recht behalten. Die dunklen Wolken am Himmel – sie drohten nur. Und die Pessimisten unter den Besuchern des Bergstraßenfests schleppten ihre sperrigen Regenschirme am Freitag umsonst mit sich herum. Fast alle ansässigen Geschäftsleute hatten sich wieder an der Aktion der IG Alte Bergstraße beteiligt und mit Einfallsreichtum und liebevollen Details zum Gelingen des Festes beigetragen. Und so gab es ein fröhliches, buntes Treiben in und vor allem vor den fantasievoll dekorierten Läden nach dem Motto: ,,Es lebe die Vielfalt“.

Ein Buffet mit türkischen Delikatessen und Leckereien verführte bei Friseur Hairlich zum Probieren und machte es einem wohl ganz besonders schwer: dem Chef des Hauses. Der durfte sich wegen des Ramadans nämlich erst am späten Abend bedienen. Weniger zurückhaltend zeigten sich die von Ruth Hecking wieder erlesen und stilsicher eingekleideten Mannequins – allesamt rank und schlank, griffen sie ohne Gewissensbisse munter immer wieder in den Pizzakarton auf dem Tresen. Es ging entspannt zu, auch im benachbarten Kolbe’s Wirtshaus, wo die Dixie-Jazz-Formation 12th Street Jazz Connection lockere Sommerabendatmosphäre verbreitete.

Noch mit einer Kalorienbombe von Optik Hackenberg in der Hand, früher einmal „Mohrenkopf“ genannt, gelangte man wenig später an den Stand der beiden Betreiberinnen der Kleeblatt Bar, eigentlich in der Schlossergasse angesiedelt, die sich auf Einladung der Bergsträßler aufgebaut hatten. Der anschließende tiefe Griff in den Bauchladen des „Candyman“ – na ja, was soll’s ... Mutige und Tanzfreudige konnten zum Ausgleich ja versuchen, sich der temperamentvollen bulgarischen Folkloregruppe anzuschließen, die die Inhaberin von Friseur Greta eigens aus München geholt hatte. Besinnlicher ging es in der anthroposophischen Buchhandlung von Johanna Thaller zu, wo es klavierbegleiteten Liedgesang zu erleben gab. Der guten Zusammenarbeit mit der Stadt Landsberg zu verdanken sei es, so Stefanie Preiss von rahmen+kunst, dass auf der kurzfristig fertiggestellten Freifläche vor dem ehemaligen Café Zirnheld ein Gastronom seinen Grill aufstellen konnte.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

An einem beschwingt aufspielenden Klarinettenquartett vorbei ging es hinauf zu einem Stand mit Vegetarischem, den der Gastronom des Neu Landsberg vor der Salzfee aufgebaut hatte. Und schräg gegenüber, bei La Vie - Hairstyle & Bodycare, saßen bis in den späten Abend hinein Kinder und ließen sich von einer Visagistin in Feen- und Blumenwesen verwandeln.

Eine erste positive Bilanz des Straßenfestes in der Alten Bergstraße zog Beate Brettschneider, Inhaberin der Restaurierungswerkstatt gleichen Namens: „Vielleicht wegen des unsicheren, kühlen Wetters und womöglich auch wegen der Wies’n hatten wir etwas weniger Besucher. Die aber, die gekommen sind, hatten ihren Spaß.“

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren