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Landsberg

19.12.2016

Fanfare in der Stadtpfarrkirche

Für ein besinnliches Gegengewicht zum hektischen Trubel vor Weihnachten wollte die Stadtkapelle mit ihrem Konzert in der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt sorgen.
Bild: Julian Leitenstorfer

Konzert der Stadtkapelle oder die Frage, was Olympia mit Weihnachten verbindet?

Der Chorraum der barocken Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt bildete für die Stadtkapelle Landsberg den stilvollen Rahmen ihres vielstimmigen Adventskonzerts. Für den Dirigenten Martin Heller und seine 45 Interpreten war es der ausdrückliche Wunsch, die zahlreichen Besucher auf die schönste Zeit des Jahres einzustimmen und ihnen dabei ein besinnliches Gegengewicht zum hektischen Vorweihnachtstrubel zu schaffen.

Bevor Heller jedoch zum Taktstock griff, legte Verena Buchner ihre Klarinette zur Seite, um dem Publikum nach der Begrüßung zu versichern: „Wir haben diesmal versucht, eine Auswahl weltlicher Stücke, die in ihrer Stimmung zur Adventszeit passen, in dieses Konzert einfließen zu lassen. Über die Emotionen der Stücke möchten wir die unterschiedlichen Stimmungen der Adventszeit beschreiben.“ Weil das Konzertprogramm aber mit „Olympic Fanfare 1984“ überschrieben war, fügte sie hinzu: „Eine laute Fanfare zur Eröffnung eines Adventskonzerts? Ist das nicht unpassend in einer besinnlichen Zeit, wo man es doch so gerne ruhig und ohne Hektik hat?“

Darauf ihre eigene Antwort: „Fanfaren mit ihren prägenden Motiven von Pauken und Trompeten waren immer schon das Privileg von Fürsten und Königen. Wir haben uns die olympische Fanfare ausgesucht, weil auch wir auf die Ankunft eines Königs hinweisen wollen.“ Nachdem die Fanfanrenklänge verhallt waren, verwies Moderatorin Buchner auf das nächste Stück mit der Bezeichnung „Pilatus“. Eine Komposition, die aber nicht den römischen Landpfleger betraf, der Jesus zum Tode verurteilte. Vielmehr beschrieb die von der Stadtkapelle eindrucksvoll inszenierte Melodienfolge die Besteigung eines hohen Berges mit all seinen Schwierigkeiten, Gefahren, Ungewissheiten – und am Ende mit der freudigen Ankunft am Gipfel und dem Triumphgefühl, Gott ein Stück näher zu sein. „Und das passt“, so Dirigent Heller auf Nachfrage, „programmatisch sehr gut zu Advent.“

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Ebenso wie „Nessun dorma“ („Niemand schläft – wachet auf!“) Auch darin, so die Absicht des Ensembles, sollte die Ankunft des erwarteten Heilands zum Ausdruck kommen. Und Gleiches wies auf das folgende „Concerto d’amore“ hin, mit dem Heller und seine Interpreten „Weihnachten, das Fest der Liebe“ musikalisch zum Ausdruck brachte. Mit stimmungsvollen Adventsliedern begeisterte danach ein wohlklingendes Blechbläserensemble das Publikum. Darunter: „Es wird ja gleich dunkel…“ Und mit „Ukrainian Bell Carol“ und „Gabriellas Song“ ließen sich die Konzertbesucher danach erneut zu Beifallsbekundungen hinreißen.

Nach dem Medley „Winter Holiday“ sowie dem melodischen Wunsch der Stadtkapelle „All I Want For Christmas“ folgte unüberhörbar die klingende Botschaft, dass Weihnachten vor der Tür steht. Den feierlichen Schlussakkord des Adventskonzerts markierte danach für die sichtlich beeindruckten Besucher der gemeinsame Choral „Tochter Zion“.

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